Musikerinnen und Musikern aus Drittstaaten wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen erteilt. Doch diese sind gemäss Ausländergesetz rechtswidrig. Einige Musikerinnen und Musiker wurden erst im September 2014 darüber orientiert.

Die Basler Regierung hat Gespräche mit dem Bundesamt für Migration aufgenommen. Gemäss einem Communiqué, das die Regierung am Mittwochmorgen verschickte, ergab sich daraus, dass die Bewilligungen auf keinen Fall weiter erteilt werden dürfen. Die Musikerinnen und Musiker können nur dann weiter in der Schweiz wohnen und arbeiten, wenn sie die strengen Voraussetzungen für kontingentierte Kurz- oder Daueraufenthaltsbewilligungen erfüllen. Nach Einschätzung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit und des Bundesamtes für Migration dürfte dies hier in der Regel nicht der Fall sein.

Von der Praxisänderung sind rund 55 Musikerinnen und Musiker betroffen. Für diejenigen, die bereits vor dem 2011 solche Bewilligungen erhalten haben, wird nach einer Lösung gesucht. Es soll ihnen der dauernde, legale Aufenthalt in der Schweiz ermöglicht werden. Den anderen Musikerinnen und Musikern wird für 2015 eine neue Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung nur erteilt, wenn sie die strengen Voraussetzungen erfüllen.

Kann ihnen die Bewilligung nicht erteilt werden, wird ihnen letztmals eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung bis Ende August 2015 erteilt. Dies soll ihnen und ihren Arbeitgebenden ermöglichen, sich neu zu orientieren, wie die Regierung schreibt. (zam)