Zerbrochene Beziehungen können museumsreif sein: Persönliche Objekte, die rund hundert schmerzhafte Trennungen dokumentieren, zeigt die Ausstellung «Museum of Broken Relationships» ab Freitag in Basel. Lokal gesammelte Exponate runden dieses «Gefühlsarchiv» ab.

Museumsgründer sind die Zagreber Künstler Olinka Vistica und Drazen Grubisic. Einige Jahre nach ihrer Trennung beschlossen sie, den Schmerz gemeinsam und endgültig zu überwinden. Das Ausstellen persönlicher Gegenstände hatte für sie eine therapeutische Wirkung. Darauf begannen sie Trennungs-Objekte im Freundeskreis zu sammeln.

Ein Messer, ein zerrissenes Poster oder ein Schwangeschaftstest: Die hoch emotionalen Geschichten hängen an ganz unterschiedlichen Gegenständen. Die erweiterte Sammlung des getrennten Duos ging mit der Zeit um die Welt, von Amsterdam und Mexico über Kapstadt, Manila und San Francisco bis Singapur und nun nach Basel.

Im Museum für Wohnkultur des Historischen Museums Basel ermöglicht die Ausstellung Einblicke in unterschiedliche gesellschaftliche Normen-Hintergründe, aber auch instabile politische Verhältnisse und persönliche Gefühlsstürme von Wut über Rachelust bis Versöhnung. Die Schau ist Teil von «It's The Real Thing - Basler Dokumentartage 15».

Wie in allen Gastorten haben die Ausstellungsmacher auch in Basel vorab die einheimische Bevölkerung um eigene Trennungs-Dokumente gebeten. Somit sei auch Basel zu einem «Teil dieses Archivs der Gefühle» geworden, wie es weiter hiess. Die Ausstellung im Haus zum Kirschgarten an der Elisabethenstrasse ist zu sehen bis am 31. August.