Die Haltestelle befindet sich am westlichen Ende des Gundeli, aber vom Zustand her erinnert sie eher an ein Entwicklungsland. Ein dünnes Beton-Inseli mit einem Unterstand, der mit ein paar Baustellenbrettern dürftig abgesichert ist. Gerade im Winter bietet die notdürftige Installation keinerlei Schutz vor Wind und Wetter. Wenige Zentimeter hinter dem Verschlag verläuft die zweispurige Gundeldingerstrasse, eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt.

Verantwortlich für den Zustand der Haltestelle Margarethen der Buslinie 36 ist ein Autolenker, der im letzten August aus noch ungeklärten Gründen in das Wartehäuschen krachte und dieses fast vollständig zerstörte. «Aus Sicherheitsgründen konnte nur noch das Gerüst der Wartehalle stehen gelassen werden», sagt Benjamin Schmid, Sprecher der BVB. Seitdem ist die Haltestelle ein Provisorium. Monatelang lag der Fall bei den Versicherungen, welche die Freigabe zur Instandsetzung der Wartehalle geben müssen, so die Begründung der BVB. «Wir entschuldigen uns bei den Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten.»

Nach einem halben Jahr soll die Haltestelle nun endlich repariert werden. «Vor Weihnachten wurde die Beleuchtung auf LED umgerüstet, nun fehlen noch die Rück- und Seitenwände», sagt Schmid. Die entsprechende Bestellung sei von den BVB vor den Weihnachtstagen ausgelöst worden, nun warte man auf die Meldung des Lieferanten, bis wann er die Teile liefern und einbauen kann.

Zeitgleich mit den Abklärungen mit den Versicherungen standen die BVB in Kontakt mit dem Kanton, ob vor Ort noch weitere bauliche Massnahmen geplant sind. Die eigentlich logischste Variante: Weil der 36er vor der Haltestelle-Insel auf eine Extraspur abzweigt, wird die parallel verlaufende Bus-Linie der zweispurigen Strasse faktisch nicht benutzt. Entsprechend könnte die Gundeldingerstrasse an dieser Stelle problemlos verengt und die Bushaltestelle komfortabler gestaltet werden. Doch hier winkt Schmid ab: «Die Spur wird auch von Velos und Taxis genutzt.» Eine entsprechende Anpassung sei nicht geplant.