Offiziell ist es seit dem 1. Januar in Kraft: Das Verkehrskonzept Innenstadt. Doch wie jede Verkehrsregelung gilt auch dieses Konzept erst, wenn die entsprechenden Signale aufgestellt sind. Und die werden erst nach der Fasnacht grossflächig montiert werden.

Bis aber das letzte Schild den Automobilisten den Zugang in die Innenstadt verwehrt, respektive die Velofahrer auf einige wenige Routen verbannt, wird es wohl bis in den Sommer hinein dauern. Der Krach um die neuen Verkehrsregeln dürfte aber noch deutlich länger andauern. Der Gewerbeverband zeigt sich zwar zuversichtlich, dass er für alle Betriebe in der Kernzone, die auf einen tagsüber durchgehenden Lieferdienst angewiesen sind, Lösungen findet. Doch interpretiert man die Aussagen aus dem Bau- und Verkehrsdepartement (BVD), respektive aus dem Justiz- und Sicherheitsdepartement, richtig, wird es wohl einige Fälle geben, wo es zu keiner Lösung kommen wird.

Nur wenige Einsprachen

Die bereits im Kantonsblatt publizierten Signalisationsänderungen können mit Einsprachen bekämpft werden. Laut Martin Weibel, dem zuständigen Leiter Signaltechnik im BVD, habe es «einige wenige Einsprachen» gegeben, die fristgerecht eingereicht wurden und zu denen nun noch die Begründungen nachgeliefert werden müssen. Liegen diese vor, gehen die Beschwerden den normalen Rechtsweg.

Offen ist die Frage nach der Zukunft der Mittleren Brücke. Deren Sperrung für den Automobilverkehr in beide Richtungen ist ebenfalls in der vom Grossen Rat beschlossenen Verfügung enthalten. Aber die Schliessung wird mit einer Initiative bekämpft. Allerdings haben die Initianten gemäss «Schweiz am Sonntag» erst 860 der benötigten 3000 Unterschriften beisammen. Gegenüber Telebasel dementierten sie die, wollten aber nicht sagen, wie viele Unterschriften sie gesammelt hätten.

Hier wird im Endeffekt Baudirektor Hans-Peter Wessels den politischen Entscheid fällen müssen, ob die Sperr-Signale vor dem Ablauf der Sammelfrist für die Initiative aufgestellt werden oder nicht. Theoretisch wäre es möglich, zuzuwarten, bis die Initiative nicht zustande gekommen ist, oder das Volk sie abgelehnt hat. Wahrscheinlicher ist dem Vernehmen nach aber, dass die Brücke im Laufe des ersten Halbjahres 2014 gesperrt wird und - falls die Initiative durchkommen sollte - wieder geöffnet würde.