Herbstmesse

Bald isch z Basel d Mäss! Und das mit über 30 neuen Attraktionen

Insgesamt 37 neue Attraktionen wird die 548. Basler Herbstmesse bieten, die am 27. Oktober startet und zwei Wochen dauert. Wie die letztjährige Gästeumfrage zeigt, besuchen immer mehr Nicht-Baslerinnen und -Basler die «Mäss».

509 Bahnen und Stände haben in diesem Jahr eine Bewilligung zur Teilnahme an der Basler Herbstmesse erhalten, wie Daniel Arni, Leiter Messe und Märkte im Präsidialdepartement Basel-Stadt, am Dienstag vor den Medien sagte. Das ist eine Bewilligung mehr als 2017. Eingegangen waren 1009 Bewerbungen; die Hälfte kam also nicht zum Zug.

Dieses Jahr gibt es wiederum neue Bahnen für Gross und Klein, bei denen für alle etwas dabei ist.

Das Comeback für die Ponys

Neben den Neuheiten werden die rund 38'000 Quadratmeter Fläche in der Basler Innenstadt sowie in einer Halle der Messe Schweiz erneut mit viel Traditionellem bespielt. Dies werde von den Besucherinnen und Besucher so erwartet, sagte Arni weiter. Seit 2013 steht etwa die Hallenmesse im Zeichen der 1980er-Jahren mit Bahn-Klassikern wie «Tagada», «Breakdance» oder der «Wiener-Prater-Geisterbahn».

Ein Comeback erlebt 2018 das Ponyreiten auf dem Petersplatz, das vermisst worden sei. Laut Arni ist es in diesem Jahr gelungen, einen Anbieter zu finden, der eine «tiergerechte» Durchführung ermöglichen und die Auflagen erfüllen kann.

Diesmal keine Bewilligungen erhielten dagegen diejenigen zwei Fahrgeschäfte, die 2017 je einen Unfall gehabt hatten. Die Unfälle seien aber nicht der Grund, sagte Arni, sondern der generelle Wunsch nach Abwechslung auf den Plätzen. Bei den Unfällen waren damals insgesamt sechs Personen verletzt worden.

Mehr auswärtige Besuchende

Besucht wird die Herbstmesse jeweils von rund einer Million Gästen. Wie eine Umfrage im vergangenen Jahr zeigte, sind rund 35 Prozent nicht aus den beiden Basler Halbkantonen, sagte Stadtmarketing-Leiterin Sabine Horvath. Bei der Besuchendenumfrage 2014 waren es noch rund 22 Prozent gewesen. Seit einigen Jahren wird die Basler Herbstmesse breiter beworben.

Über 70 Prozent der insgesamt 495 befragten Personen haben angegeben, die Herbstmesse jeweils mehrmals zu besuchen. Rund 40 Prozent besuchen sie über drei Mal. 89 Prozent nahmen sich 2017 zudem vor, die Messe in diesem Jahr erneut zu besuchen.

Die durchschnittlichen Ausgaben pro Person lagen 2017 bei 80.50 Franken. 2014 waren es 74.50 Franken gewesen. Der Betrag verteile sich etwa hälftig auf Attraktionen und auf die Verpflegung. Die Preise für Bahnfahrten haben sich gemäss Horvath zudem «eingependelt» - die Messe sei «nicht immer teurer» geworden.

Nervenkitzel an der Herbstmesse 2017:

Nichts für schwache Nerven

Nichts für schwache Nerven

Wir haben eine Fahrt mit dem Kettenkarussell auf der Kaserne gewagt und wurden mit einer unvergleichlichen Aussicht belohnt.

Neue Wegweiser

Um die Besuchenden gezielter durch die Stadt und zu den Messeplätzen zu leiten, kommt heuer erstmals ein neues Wegleitungssystem zum Einsatz. An 25 Standorten werden insgesamt 157 Wegweiser aufgestellt. Nach wie vor verfügbar ist ausserdem die App «Basler Herbstmesse», die eine Übersicht über die gesamte Herbstmesse bietet. Hier sei die Navigation verändert worden: Statt zu den einzelnen Attraktionen führe die App nun jeweils zum richtigen Messegelände — dies soll Irrgänge verhindern.

Freitag bis Sonntag verkehrt zwischen Messeplatz, Kasernenareal und der Hallenmesse zudem jeweils erneut ein kostenloser «Mäss-Bus». Dieser fährt neu im Viertelstunden- statt 20-Minuten-Takt.

Gestartet wird die Basler Herbstmesse am 27. Oktober mit dem Einläuten durch das Martinsglöcklein um 12 Uhr. Der grösste und älteste Jahrmarkt der Schweiz dauert anschliessend bis zum 11. November – auf dem Petersplatz traditionsgemäss zwei Tage länger.

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