«Skimming» ist das illegale Beschaffen von Bankkartendaten, indem einerseits die Daten auf dem Magnetstreifen der Karte ausgelesen werden, andererseits mit einer installierten Minikamera das Eintippen des PIN-Codes ausgespäht wird. Mit diesen Daten- und PIN-Informationen ist dann die Täterschaft in der Lage, so genannte Kartenrohlinge («White-Plastic») herzustellen, mit denen Bargeldbezüge getätigt werden können.

Da die Originalkarte im Besitz des Eigentümers verbleibt, bemerkt dieser in der Regel erst bei der Kontrolle der Kontoauszüge oder bei einer allfälligen Kontoüberziehung die Straftat.

Täter konnte festgenommen werden

Im konkreten Fall wurde das Bankinstitut von einem aufmerksamen Kunden auf diese Manipulation aufmerksam gemacht und kurze Zeit später konnte das gleiche Bankinstitut feststellen, wie die Täterschaft bei einer anderen Filiale auftrat und verständigte daraufhin unverzüglich die Polizei. Der Täter hatte in der Zwischenzeit die Bankfiliale verlassen und entfernte sich zu Fuss, konnte aber kurz darauf von einer Polizeipatrouille kontrolliert und festgenommen werden.

Der Festgenommene, ein 24-jähriger Bulgare, wird dringend verdächtigt, diese Bankautomaten-
Manipulation verübt zu haben und die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariates sind im Gange.

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt möchte im Zusammenhang mit dieser Deliktsmasche raten, das Eintippen des PIN-Codes mit der freien Hand abzudecken. Weiterhin sollte man beim geringsten Verdacht auf eine Manipulation den Vorgang abbrechen, bzw. erst gar nicht durchführen. Zudem sollte sofort das Bankinstitut und ausserhalb der Öffnungszeiten unverzüglich die Polizei verständigt werden. (jep)