Nun wird es konkret. Im Dezember und Januar ziehen in die drei mehrgeschossigen BASF-Gebäude an der Klybeckstrasse die ersten 60 Mieter ein. Die Zwischennutzung im Stadtentwicklungsgebiet Klybeck plus läuft über fünf Jahre und umfasst total 5500 Quadratmeter. Die Kosten übernimmt der Chemiekonzern.

Den Anfang machen noch in diesem Jahr die Künstlerinnen und Künstler aus der Kaserne Klingental, die dort nicht mehr bleiben konnten. Begleitet und organisiert wird die Zwischennutzung vom Verein Unterdessen. Christoph Peter vom Verein erklärt: «Es gab einen gewissen Zeitdruck, um für sie eine neue Lösung zu finden. Die Ungewissheit hat die Betroffenen belastet.» Entsprechend gross sei jetzt auch die Erleichterung, obwohl manche mit Wehmut zu kämpfen hätten, ihre künstlerische Heimat zu verlieren. Ihre neuen Ateliers befinden sich in ehemaligen Büros, die umgebaut wurden.

Peter äusserte sich im Rahmen einer gemeinsamen Mitteilung von Bau- und Verkehrsdepartement, BASF und Verein. Als weitere Erstmieter kommen eine Architekturgemeinschaft, Start-ups und Unternehmen aus der Basler Kreativwirtschaft, die nach erschwinglichen Büros gesucht haben. Anfang Jahr ziehen die Redaktion der Quartierzeitung «Mozaik» sowie der Verein «Migranten helfen Migranten» ein.

Bar, Gastronomie und Kultur

Ein grösseres Projekt, für das es noch Umbauten und Genehmigungen braucht, ist eine Mischung aus Gastronomie, Bar und Veranstaltungsprogramm, das im Bau 104 geplant ist (bz vom 24.10.). Für einzelne Bereiche im Bau 102 gibt es laut Peter «stimmige Ideen» wie einen Werkraum, in dem auch öffentliche Workshops stattfinden könnten, oder eine Fotogalerie, die vor Ort grossformatig drucken würde.

Angedacht ist auch ein Projekt, das neue Bildungskonzepte in einem Projektraum ausloten und dafür die Quartierschule einbinden will. Die Zwischennutzung ist auf sehr viel Interesse gestossen. So gab es zu Beginn mehr als 300 Anfragen.

Die Grundsätze für die Planung stehen mittlerweile fest. Die Erdgeschosse sollen offen und die Obergeschosse privat genutzt werden. Es sind vielseitige Nutzer gewünscht – diejenigen mit hoher Präsenzzeit werden bevorzugt. Es soll so wenig Baueingaben und -massnahmen wie möglich geben und die Nutzungen sollen sich gegenseitig befruchten. Als nächstes wird in diesen Wochen das Dach über der Halle 102 instand gesetzt.