Wer wird Präsident?
Baschi Dürr lässt seine Konkurrentinnen weit hinter sich

Als Regierungspräsident ist Dürr schon heute so gut wie gesetzt. Sein Vorsprung ist mit 44 Prozent aller Teilnehmer auf Ackermann (30 Prozent) und Bernasconi (8 Prozent) beträchtlich. Das zeigt die erste repräsentative Wahlumfrage.

Martina Rutschmann
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Erste Wahlumfrage: Baschi Dürr lässt Elisabeth Ackermann hinter sich.

Erste Wahlumfrage: Baschi Dürr lässt Elisabeth Ackermann hinter sich.

Nicole Nars-Zimmer

Basel hatte noch nie einen Regierungspräsidenten, der nicht bei den Grünen war. Guy Morin ist der erste Politiker, der dieses junge Amt bekleidet. Jetzt überlässt Hausarzt Morin seinen Sessel einem Nachfolger.

Würde jetzt gewählt, wäre dies FDP-Sicherheitsdirektor Baschi Dürr: Er erreicht bei der Umfrage 44 Prozent der Wählerstimmen. Das ist ein Faustschlag in die Magengrube für Elisabeth Ackermann, die nur auf 30 Prozent kommt, vom Profil her aber die bessere Morin-Nachfolge abgeben würde: Sie ist grün und hat als Musiklehrerin keinen für einen Regierungsrat, respektive eine Regierungsrätin, typischen Beruf. Das hätte ihr helfen können, schliesslich ist Musik Kultur und der Stadtpräsident Kulturchef.

Dürr hingegen hat gegen aussen wenig mit Kultur am Hut. Sein gutes Abschneiden liegt wohl an seinem Bekanntheitsgrad. Doch die Umfrage wurde vor Dürrs Umverteilungsideen für Museen gemacht. Seine Überlegungen in Richtung Privatisierung könnte ihn Stimmen kosten.

Denn offensichtlich haben bei der Umfrage auch Linke für ihn gestimmt – und nicht für die Grünliberale Martina Bernasconi. Diese würde bei einer jetzigen Wahl nur 8 Prozent erreichen. Sie bleibt dennoch zuversichtlich: «Ich träume davon, dass sich Baschi Dürr nach einem ersten schlechten Wahlgang für das Präsidium zurückzieht und ich nochmals kandidieren kann.»

Für den zweiten Wahlgang rechne sie sich ernsthafte Chancen aus. Bei der Umfrage für die Regierungsratswahlen landete Bernasconi wie auch bei der Präsidentenumfrage am Schluss.