Die Schweiz bildet weiterhin zu wenig Ärzte aus. Dagegen wollen die Universität Basel, die Università della Svizzera italiana, die Universität Zürich und die ETH Zürich jetzt gemeinsam etwas unternehmen. Dabei bringt die ETH Zürich das naturwissenschaftliche und technische Know-how ein und die Medizinischen Fakultäten die klinischen Kompetenzen.

Konkret läuft das so ab, dass ab Herbst 2017 100 Studierende ihre Medizinausbildung an der ETH beginnen können. Bis zum Bachelor-Abschluss bleiben die angehenden Ärzte an der ETH, für die Masterausbildung wechseln sie an die Partneruniversitäten. Ziel sei es dabei, einerseits dem technischen Fortschritt in der Medizin Rechnung zu tragen und andererseits etwas konkretes gegen den Ärztemangel zu tun, wie ETH-Präsident Lino Guzzella am Freitag erklärte.

An der Universität Basel ist die Zusammenarbeit mit der ETH Zürich auf besonders grosses Interesse gestossen. «Dieser neue Studiengang entspricht vollumfänglich den Bedürfnissen des Standorts Nordwestschweiz mit seiner Life-Science-Industrie», erklärt Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel. (zdr)