Bevölkerungsstatistik
Basel dank Ausländern gewachsen - zusätzlicher Wohnraum nötig

Basel-Stadt hat zwischen 2005 und 2014 unter dem Strich rund 11'000 Einwohner gewonnen. Das Wachstum ist Ausländern zu verdanken. Diese Bilanz zieht die am Donnerstag publizierte vierte Wanderungsanalyse des Kantons.

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Das Wappen von Basel-Stadt (Symbolbild)

Das Wappen von Basel-Stadt (Symbolbild)

Keystone

Der Wanderungsgewinn bei der Gesamt-Wohnbevölkerung kam dank Ausländern zustande, die aus dem Ausland in den Stadtkanton zogen: Im ganzen Beobachtungszeitraum zogen davon rund 19'000 mehr her als weg, wie dem Analysebericht des Statistischen Amtes zu entnehmen ist.

Aus Deutschland kamen am meisten: über diese Jahre insgesamt gut 11'000 Personen. Insgesamt zwei Drittel der Zuzüger stammen aus dem EU/Efta-Raum. Schweizer sind derweil seit 2005 stets mehr weg- als hergezogen.

Per Ende 2014 lebten ferner insgesamt 257 Asylsuchende und 574 vorläufig Aufgenommene im Stadtkanton. Der grösste Anteil davon, gut ein Fünftel, kam aus Syrien, gefolgt von Eritrea und Afghanistan. Die Gesamtbevölkerung lag dabei bei knapp 196'500 Personen, wovon knapp 68'800 keinen roten Pass hatten.

Bei den Steuern schlägt die Zuwanderung seit 2009 positiv zu Buche: Seither ist der Saldo des Ertrags von Einkommens- und Vermögenssteuern positiv. 2012 kam so ein rekordhohes Steuereinnahmen-Plus von 13,2 Mio. Franken zustande - obwohl die meisten Wanderungen auf tiefere Einkommensklassen entfallen.

Aus der mehrjährigen Wanderungsanalyse zieht die Kantons- und Stadtentwicklung den wenig überraschenden Schluss, dass der Kanton Basel-Stadt weiterhin attraktiv sei für Neuzuziehende. Zusätzlicher Wohnraum sei indes nötig, woran der Kanton auch arbeite. Quartierentwicklungen und Wohnumfeldverbesserungen zeigten Erfolge.

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