Basel hat den einzigen «Hochsee-Hafen» im Binnenland Schweiz. Diese Einzigartigkeit soll gefeiert werden. Nach 10-jährigem Unterbruch findet vom 12. bis 14. September erstmals wieder das Hafenfest statt. Wer dabei an ein paar Ess- und Infostände und eine Laienband denkt, irrt sich gewaltig. Es soll ein grosses Volksfest werden, wie Hans-Peter Hadorn, Direktor der schweizerischen Rheinhäfen, verkündet.

Zu feiern gibt es einiges: das fünfjährige Bestehen der Kooperation zwischen den Häfen aus Baselland und Baselstadt und die gut funktionierende Zusammenarbeit mit dem grenznahen Ausland, um nur zwei Gründe zu nennen.

Der Event findet auf dem ganzen Hafenareal statt, vom Hafen-Becken 2 über das Dreiländereck und die Westquaistrasse bis hin zur Uferstrasse. Der Anlass, der unter der Schirmherrschaft des TEB, des Trinationalen Eurodistricts Basel, steht, bietet ein abwechslungsreiches und spektakuläres Programm, welches 30'000 bis 40'000 Besucher pro Tag anlocken soll.

Neben Schiffsausstellungen und Besichtigungsmöglichkeiten gibt es an Sportevents Kunststücke aus der Welt des Wake- und Flyboarding zu bestaunen, regionale und trinational ausgelegte Open Airs und eine Kulturstrasse, die gastronomische Genüsse und Vernissagen anbietet.

Die drei Eckpfeiler des Events hat das Organisationskomitee in das Fest-Motto «Öffnen – Einbinden – Entwickeln» eingebaut. «Mit dem Fest erhält die breite Öffentlichkeit einen vertieften Einblick ins Hafengeschehen», erklärt Hadorn. Damit sind nicht nur Basel, sondern auch die restliche Nordwestschweiz und das Dreiland gemeint. Ausserdem soll auf die Bedeutung der Rheinschifffahrt und des Hafens hingewiesen und aufmerksam gemacht werden.

Der zweite Punkt «einbinden» meint, dass der Hafen in die Nachbarschaft, aber viel mehr in die Stadt eingebunden werden soll. «Wir wollen uns mit dem Hafenfest zur Region Basel bekennen», so Hadorn. Zum Punkt Entwicklung gehört einerseits die Entwicklung des Hafens und seiner Position im Dreiland, aber auch die Entwicklung regionaler Talente.

Dazu dient einer der Höhepunkte des ersten Fest-Tages: Nachdem am Freitag eine grosse Schiffsparade den Anfang macht und Bundesrätin Doris Leuthard das Fest offiziell eröffnet, soll ein regionales Open Air die Massen anlocken. Das erste musikalische Highlight des Wochenendes ist betont regional, um die jungen Talente zu fördern. Als Main-Act tritt Ira May, Soulsängerin aus Sissach, auf.

Interner Shuttle-Service

Die Konzertzone befindet sich im Dreiländereck, die Sportarena mit ihrer 800 Personen fassenden Tribüne im Hafenbecken, und die diversen Ausstellungen an der Uferstrasse. Für diese Weitläufigkeit musste das OK nach einer Lösung suchen, die es auch gefunden hat: Ein interner Shuttle-Service bringt die Besucher von A nach B.

Egal ob A oder B, der Place to be wird am Samstagabend das Dreiländereck sein. Dort findet der Höhepunkt des Hafenfestes statt: das trinationale Open Air. Als Acts konnten bereits Marc Sway für die Schweiz und 2raumwohnung für Deutschland, die mit ihrem Hit «36 Grad» berühmt wurden, verpflichtet werden. Für Frankreich konnte noch kein Act definitiv gebucht werden. «Wir befinden uns noch in Verhandlungen», wie Martin Ditzler, Mitglied des Organisationskomitees, erklärt.

Abgerundet wird das musikalische Programm mit einer Matinée, die am Sonntag über die Bühne geht. «Wir verraten noch nicht, wer der Act sein wird. Nur so viel: Die Show wird sowohl für Jung als auch für Alt attraktiv sein», so Ditzler.

Der Eintritt und sämtliche Veranstaltungen sind frei. Um die Kosten dieses Grossevents dennoch stemmen zu können, haben die schweizerischen Rheinhäfen diverse Sponsoren an Land gezogen und tragen einen Teil auch selber.