«Basel isch Wältglass!» Aber: «Lozärn esch no besser!» Für die Neue Luzerner Zeitung (NLZ) ist klar: Luzern hat die bessere, schönere und sicher die «rüüdigere» Fasnacht. Im ultimativen, blau-weiss-subjektiven Vergleich der Zeitung gewinnt Luzern gegen Basel 5:2. Den Chatzestreckern ist es offenbar ein Dorn im Auge, dass der Bundesrat die «drey scheenschte Dääg» für die Aufnahme ins Unesco-Weltkulturerbe vorschlägt und sie dabei leer ausgehen. Ojemine!

Immerhin: Die NLZ gesteht den Baslern zu, die mächtigeren Umzüge zu haben und ist beeindruckt, was beim Cortège jeweils alles von den Wagen fliegt. Auch bei den Schnitzelbängg seien wir besser. Zwei Punkte für uns – danke Luzern! Hingegen möge der Morgestraich dem Urknall nicht das Wasser reichen; bei den Regeln seien wir Basler zu «militärisch»; auch bei den Guggen sind wir gegen die Luzerner chancenlos; bei den Masken sowieso, weil laut NLZ die Basler Larven «grossmehrheitlich im gleichen Stil hergestellt werden»; und beim Publikum trenne Basel scharf zwischen Fasnächtlern und Zuschauern, «aber wir Luzerner nehmen alle. Auch Zürcher». 5 Punkte für die Chatzestrecker.

Mit Verlaub: Wir sehen das anders und drehen den Spiess um. Liebe Luzerner, wir Basler haben die beste und schönste Fasnacht. Ihr habt dafür den tiefblauen Vierwaldstättersee mit den legendären Dampfschiffen, den weltbekannten Pilatus und das populäre Verkehrshaus. Dafür hat Basel fast 30 andere Museen. Aber lassen wir das. (stz)