«Ich kann es kaum fassen», sagt BuchBasel-Gründer Matthyas Jenny. Was sich abgezeichnet hat, steht nun fest: Die BuchBasel fand letzten Herbst zum letzten Mal statt.

Zwar konnte die Buchmesse ein Besucherwachstum verzeichnen, doch sie konnte nie ein wirtschaftliches Plus vorweisen. Dadurch gefährdete sie letztlich auch die Existenz des Literaturfestivals und des Literaturhauses, die allesamt unter dem Dach des Vereins LiteraturBasel stehen. Um diesen zu sanieren, hat die Christoph-Merian-Stiftung 300 000 Franken gesprochen, allerdings nur, wenn die defizitäre Buchmesse nicht weitergeführt wird. Der Regierungsrat hat dem Vorhaben nun zugestimmt.

Buchpreis neu im Theater Basel

Die Messe finanziell zu unterstützen, kam für den Kanton nicht in Frage, wie Philippe Bischof, Leiter Abteilung Kultur sagt: «Der Kanton unterstützt grundsätzlich keine kommerziellen Messen.» Dem Kanton war wichtig, dass die von ihm unterstützten Veranstaltungen, das Literaturfestival und das Literaturhaus, nicht gefährdet werden.

Das Filetstück der Messe, der Schweizer Buchpreis soll aber erhalten bleiben. Dieser wird neu im Theater Basel vergeben, wie LiteraturBasel-Präsident Hans Georg Signer sagt. Der Kanton ist will den Buchpreis gar mit zusätzlichen Mitteln aus dem Swisslos-Fonds unterstützen.