Auch hierzulande werden Forderungen rund um die Sicherheit an Bahnhöfen laut, nachdem ein Mann in Frankfurt zwei Menschen vor einen einfahrenden Zug gestossen hat. Er wurde dabei gefilmt, wie er auf dem Perron davonrennt. Die Videoaufnahmen könnten helfen, die Tat aufzuklären, heisst es in der «Sonntagszeitung».

Ein Fall wie dieser ist auch in der Schweiz möglich: Es wird ein Beispiel aus Affoltern am Albis genannt, wo 2016 ein Mann zwischen Zug und Perron gestossen wurde. Die Chance, dass ein solcher Zwischenfall in der Schweiz von Überwachungskameras aufgezeichnet wird, ist aber klein: Von den 745 Bahnhöfen und Haltestellen der SBB sind nur 54 mit Videoanlagen ausgestattet.

Die «Sonntagszeitung» nennt weitere Unfälle: Alkoholisierte Personen fallen vom Perron oder die Menschenmasse drückt Passagiere auf das Gleis. Solche Unfälle hängen auch damit zusammen, dass die Perrons zu klein seien.

Ein SBB-Papier zeigte bereits letztes Jahr, dass der Basler Bahnhof ab 2020 «sicherheitskritisch überlastet» sein wird. Dies, weil die Anzahl der Pendler zunimmt. Die SBB gehen davon aus, dass in Basel täglich 125'000 Pendler ein- und aussteigen werden. (ksp)