Basel
Basel-Stadt bekommt ein Sportgesetz

Basel-Stadt bekommt ein Sportgesetz. Der Grosse Rat hat am Mittwoch eine entsprechende Vorlage mit grossem Mehr gegen neun Stimmen gutgeheissen. Neu kann der Kanton Jugendlichen unter anerkannter Leitung Sportanlagen gratis zur Verfügung stellen.

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Footballer der Gladiators

Footballer der Gladiators

bz Basellandschaftliche Zeitung

Gegen einen speziellen Rechtsrahmen für den Sport waren die GLP und Teile der SVP. Ein GLP-Nichteintretensantrag unterlag jedoch mit grossem Mehr gegen 12 Stimmen. In der Debatte wurde die vorgesehene Verknüpfung einer Unterstützung mit Fairness als heikel umzusetzen taxiert, so etwa von der SP.

Mit 50 gegen 12 Stimmen gutgeheissen wurde ein Änderungsantrag der LDP, wonach von Jugendlichen unter anerkannter Leitung sowie im Rahmen von «Jugend und Sport»-Kursen keine Gebühren für die Benutzung der Sportanlagen erhoben werden. Die vorberatende Kommission hatte nur J&S-Kursen die Gratis-Benutzung zugestehen wollen.

CVP blitzte mit Zusatzantrag ab

Die CVP beantragte zudem, der Kanton solle Spitzensportanlässe wegen deren Breitenwirkung unterstützen können, blitzte aber mit grossem Mehr gegen neun Stimmen ab. Auch ihr Antrag, dass sich der Kanton an Sportanlagen in der Region beteiligen können solle, wurde abgelehnt, dies mit 31 gegen 22 Stimmen bei 11 Enthaltungen.

Mit dem schlanken Gesetz werden zwei 2010 überwiesene Vorstösse aus dem Parlament umgesetzt. Eine CVP-Motion hatte die Konkretisierung des Sportförderungsparagrafen der Kantonsverfassung mit einem Sportgesetz gefordert. Und die SP hatte per Anzug die Förderung des Jugendsports verlangt.