Regierung Basel-Stadt

Basel-Stadt erneuert Eignerstrategien für die Spitäler

Die Regierung erwartet eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Zahnmedizin und dem USB im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. (Symbolbild)

Die Regierung erwartet eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Zahnmedizin und dem USB im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. (Symbolbild)

Die Basler Regierung hat die Eignerstrategien für die öffentlich-rechtlichen Spitäler und das Universitäre Zentrum für Zahnmedizin aktualisiert. Präzisiert wurden insbesondere die finanziellen Ziele, die bislang nicht ausreichend erfüllt worden seien.

Das Gesundheitsdepartement hat die Eignerstrategien mit Blick auf die nächste Verwaltungsratsperiode 2020 bis 2023 überarbeitet und «wesentliche materielle Anpassungen» vorgenommen, wie es in einer Medienmitteilung von Mittwoch heisst. Im Vordergrund stand dabei das Kapitel «finanzielle Ziele» - neben der Forderung, dass die Spitäler die Zusammenarbeit verbessern und vermehrt auch Kooperationen mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen prüfen sollen.

Kernpunkt beim Thema Finanzen ist die neue Bestimmung, dass die Institutionen ihre Selbstständigkeit und die Werthaltigkeit des Vermögens, das langfristige Überleben und die Kapital- und Kreditmarktfähigkeit aus eigener Kraft sicherstellen und ihre Mittel entsprechend einsetzen. Diese Ziele seien mit Ausnahme der Universitäten Psychiatrischen Kliniken bislang noch nicht ausreichend erfüllt.

Besonders herausgefordert ist hier das Universitätsspital Basel (USB) als «der universitäre, ausbildende und forschende Maximalversorger für die Region Basel», wie die Regierung ausführt. Das USB müsse sich bei einem verhältnismässig kleinen Einzugsgebiet im nationalen und internationalen Wettbewerb behaupten können. Die Regierung verpflichtet das Zentrumsspital, sein Profil mit strategischen Schwerpunkten in der universitären Medizin zu schärfen.

Milliardeninvestition des Universitätsspitals

Vor allem aber sieht sich das USB mit Investitionen in Milliardenhöhe konfrontiert - konkret für die anstehenden Neubauten des Klinikums 2 und eines weiteren Hochhauses für die ambulante Versorgung und weitere Nutzungen. Die Arealplanung soll im Verlauf des Jahres 2020 abgeschlossen werden.

Neben diesen längerfristigen Vorgaben hat die Regierung auch unmittelbar umzusetzende konkrete Ziele formuliert: Dazu gehören eine Optimierung der Triage von Notfallpatienten und des geriatrischen Behandlungspfads zwischen der Universitären Altersmedizin im Felix Platter Spital und dem USB.

Des Weiteren erwartet die Regierung eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Zahnmedizin und dem USB im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie genauere Abstimmungen des psychiatrischen Angebots der Psychiatrischen Kliniken am USB-Standort.

Meistgesehen

Artboard 1