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Basel-Stadt hat Drittstaatenkontingente so früh aufgebraucht wie noch nie

Ausländische Fachkräfte aus Drittstaaten wie den USA sind in gewissen Branchen und Regionen Mangelware und von der Wirtschaft heiss begehrt. (Symbolbild)

Ausländische Fachkräfte aus Drittstaaten wie den USA sind in gewissen Branchen und Regionen Mangelware und von der Wirtschaft heiss begehrt. (Symbolbild)

Von 52 Langzeitaufenthaltsbewilligungen (B) für Angehörige von Drittstaaten, die dem Kanton Basel-Stadt jährlich vom Bund zugeteilt werden, ist keines mehr übrig.

Nach den ersten drei Januarwochen sei man bereits «ausgeschossen» gewesen, wie Michael Mauerhofer gegenüber dem «Sonntagsblick» erklärt. «Das ist Rekord», so das Mitglied der Geschäftsleitung des Basler Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA). Basel-Stadt ersucht laut Mauerhofer jetzt den Bund um 100 zusätzliche B-Bewilligungen.

Zum Rekord kommt es, da ab August 2016, als der Kanton keine B-Bewilligungen mehr ausstellen durfte, Bewerber auf 2017 vertröstet und jetzt mit den Ausweisen versorgt wurden.

Auch im Kanton Genf wird es knapp. «Wir sind mit unseren Kontingenten fast am Ende», erklärt FDP-Regierungsrat Pierre Maudet gegenüber dem «Sonntagsblick». «Wenn es noch zwei Jahre so wie jetzt weitergeht, hat nicht nur der Kanton Genf ein Problem, sondern auch Basel-Stadt und Zürich», so Maudet.

Man müsse zurückkehren zum Niveau von 2014, sagt der Regierungsrat gegenüber dem «Sonntagsblick». Damals gab es insgesamt 1000 Lang- und Kurzeitkontingente mehr.

Der Kanton Zürich geht davon aus, bis April mit den zugeteilten B-Kontingenten auszukommen, wie es auf Anfrage heisst. Nicht alle Kantone haben Probleme mit Kontingent-Knappheit. St. Gallen etwa gab 2016 von seinen 76 B-Aufenthaltsbewilligungen 35 an den Bund zurück.

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