Für dieses Vorhaben sind Investitionen von 103 Mio. Fr. vorgesehen, wie am Mittwoch an einer Medienkonferenz der regierungsrätlichen Delegation Schulraumplanung zu erfahren war. Dieser Delegation gehören die Chefs des Finanz-, des Erziehungs- sowie des Bau- und Verkehrsdepartements an.

Die Regierung hat die Vorlage für den Baukredit am Dienstag verabschiedet. Nun muss sich der Grosse Rat dazu äussern. Das Bauprojekt soll bis Ende Jahr vorliegen; der Baubeginn ist für Herbst 2014 terminiert.

Temporäre Schulbauten als Ersatz

Die Gesamtsanierung der über 40 Jahre alten Schulanlage Bäumlihof dauert voraussichtlich bis Sommer 2018. Der Unterricht wird während des Umbaus teilweise in temporäre Schulbauten verlegt. Bisher wurden im Rahmen der Schulraumoffensive 84 mobile Klassenzimmer beschafft; 48 weitere sollen folgen. Im Einsatz stehen sie bis mindestens zu Beginn des Schuljahres 2018/19.

Auf die temporären Schulbauten entfallen knapp 30 Mio. Fr. der insgesamt 790 Mio. Fr., die für die Schuloffensive nötig sind. Falls der Kanton die Module dereinst nicht mehr benötigt, kann er sie dem Hersteller zurückverkaufen, wie es an der Medienkonferenz hiess.

Eines der provisorischen Schulhäuser steht derzeit als Ersatz für das im Umbau befindliche Bläsi-Schulhaus auf der Erlenmatt. Im Provisorium herrsche eine gute Stimmung; Ängste der Lehrerschaft hätten sich als unbegründet erwiesen, hiess es seitens der Schulleitung.

450 Millionen für Werterhalt

Die 2011 lancierte Schulraumoffensive im Stadtkanton umfasst insgesamt 60 Projekte. Auslöser sind die Schulharmonisierung und der Aufbau von Tagesstrukturen. Unabhängig davon besteht bei diversen Schulbauten baulicher Nachholbedarf. So entfallen rund 450 Mio. Fr. auf Werterhalt mitsamt Anpassungen für die Erdbebensicherheit oder für die Zugänglichkeit für Behinderte.

An diversen Schulstandorten wurde die erste Etappe der Bauarbeiten in den vergangenen Sommerferien aufgenommen. Mit der Umsetzung der Schulraumoffensive, zu der auch drei neue Schulhäuser sowie Erweiterungsbauten an drei Standorten gehören, ist man auf Kurs, wie es weiter hiess. Gesamtkosten und Termine seien unter Kontrolle.

Lediglich bei drei Projekten ist noch nicht sicher, ob der angestrebte Realisierungstermin eingehalten werden kann. Es handelt sich dabei um das neue Erlenmatt-Schulhaus, um die Gesamtsanierung des Theobald Baerwart-Schulhauses sowie um den Volta-Erweiterungsbau.

Zu einer Verzögerung von einem Jahr kommt es zudem beim Neubau des Sandgruben-Schulhauses. Dieses Projekt musste überarbeitet werden, weil die Kosten aus dem Ruder gelaufen waren.