Überraschend hat die Baselbieter Regierung die umstrittene Südumfahrung zwischen Aesch und Allschwil wieder in ihre Planung aufgenommen. Die Strasse sorgt nun für einen Partnerschaftskonflikt. Gemäss einem Bericht der „Schweiz am Sonntag" schickte die Basler Regierung einen Brief nach Liestal, in dem sie ihre Kollegen bittet, die Variante mit der Südumfahrung «ersatzlos zu streichen».

Die Basler wehren sich aus raumplanerischen Überlegungen gegen die Südumfahrung. Sie fördere die Zersiedelung, kritisiert der Basler Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP). Die Basler Regierung rät den Baselbietern, statt Tangentialen für den Autoverkehr die Radialachsen für den ÖV zu stärken. Die Basler beziehen sich dabei auf den Baselbieter Richtplan, der vorschreibt, dass der Autoverkehr zumindest nicht zunehmen sollte.

Die Baselbieter Baudirektorin Sabine Pegoraro (FDP) reagiert in der „Schweiz am Sonntag" gelassen auf die Attacke aus der Stadt. Bis die Südumfahrung realisiert werde, könnten die raumplanerischen Ziele wieder geändert werden, sagt sie.