Neuerung
Basel-Stadt macht’s möglich: Steuererklärung per Smartphone

Die Steuerverwaltung lanciert in diesem Jahr eine E-Steuererklärung im Internet. Doch auch die klassische Papiervariante bleibt erhalten.

Julian Förnbacher
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Neu wird es möglich sein, seine Steuererklärung direkt im Browserfenster seines Computers, Tablets oder Smartphones mit Internetzugang auszufüllen. Doch auch die klassische Papiervariante bleibt erhalten. (Symbolbild)

Neu wird es möglich sein, seine Steuererklärung direkt im Browserfenster seines Computers, Tablets oder Smartphones mit Internetzugang auszufüllen. Doch auch die klassische Papiervariante bleibt erhalten. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Wie jedes Jahr beginnt auch in diesen Tagen wieder die Zeit der Lohnausweise und der Kontoauszüge, die allmählich im Briefkasten eintrudeln. Das Ausfüllen der Steuererklärung steht vor der Tür. Alles beim Alten 2021? Nicht ganz. Auf die Steuerpflichtigen im Kanton Basel-Stadt wartet eine gewichtige Neuerung. Denn ab sofort wird es möglich sein, seine Steuererklärung direkt im Browserfenster seines Computers, Tablets oder Smartphones mit Internetzugang auszufüllen – online und komplett digital.

Damit wird ein Projekt umgesetzt, wofür der Grosse Rat im Dezember 2019 einen Kredit genehmigte und somit grünes Licht gewährte. Ziel des IT-Vorhabens «eSteuern.BS» ist es, zum einen die bestehende Steuersoftware «BalTax» durch eine rein webbasierte Lösung zu ersetzen und zum anderen einen wesentlichen Schritt dazu beizutragen, E-Government-Dienstleistungen im Stadtkanton voranzutreiben.

Hierzu existiert mit dem «eKonto» bereits ein Portal, welches bisher als eine Art Online-Schalter für gewisse Verwaltungsdienstleistungen genutzt werden konnte. Die webbasierte Steuererklärung ist nun das bisher grösste Projekt, welches in das Portal integriert wird. Es soll als Leuchtturm für die weitere Etablierung des «eKontos» dienen.

Sogar die Unterschrift braucht es nicht mehr

Bisher kannte man in Basel-Stadt neben der traditionellen Steuererklärung auf Papier die Software «BalTax», mittels der rund 80 Prozent der Steuererklärungen eingereicht wurden. Hierzu musste das Programm heruntergeladen, Belege eingescannt, Daten hochgeladen und Formulare ausgedruckt werden. Ein Aufwand, den heutige technologische Möglichkeiten minimieren könnten, wie Luca Urgese fand.

Der Grossrat und Präsident der Basler FDP trieb die Lancierung der E-Steuererklärung wesentlich voran. Er sagt: «Ich bin der Meinung, dass die Digitalisierung grosses Potenzial birgt. Sie soll dort eingesetzt werden, wo sie der Bevölkerung einen Mehrwert bringt, das Leben einfacher und effizienter machen kann. Gerade im Bereich der Steuererklärung sah ich ein solches Potenzial.»

«eSteuern.BS» will nun genau dies tun und eine Lösung bieten, die ein Ausfüllen der Steuererklärung an einem mobilen Endgerät auf möglichst direkte und einfache Weise ermöglicht. Nicht einmal eine handschriftliche Unterschrift braucht es mehr.

Wer allerdings gänzlich auf die elektronische Steuererklärung verzichten wolle, könne dies auch weiterhin tun, wie die Steuerverwaltung auf Anfrage der bz versichert. In einer Pilotphase seien zunächst sowohl die E-Steuererklärung im Web, als auch die Download-Lösung «BalTax» und die altbewährte Papier-Variante zugänglich. Eine gänzliche Abschaffung der papierbasierten Steuererklärung sei zurzeit nicht geplant.

Wie die E-Steuererklärung genau aussieht, erfahren die Steuerpflichtigen am 1. Februar: Dann wird die neue Dienstleistung für sie aufgeschaltet.