Das neue Verrechnungsmodell soll transparenter und einfacher werden sowie gleichzeitig Grossveranstalter finanziell stärker in die Pflicht nehmen, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Dienstag heisst. Die Regierung hat dazu mehrere Verordnungen angepasst. In Kraft treten soll das neuen Modell per 1. Juli 2018.

Bei Sport- und Konzert-Grossveranstaltungen werden künftig neu 50 Prozent der Kosten verrechnet, wie es weiter heisst. Abgezogen wird eine Basisdienstleistung von 250 Einsatzstunden. Mit den Änderungen komme neu bei allen Grossveranstaltungen auf Kantonsgebiet ein weitgehend einheitliches Verrechnungsmodell zur Anwendung.

Ebenfalls eine 50-Prozent-Kostenverrechnung gibt es bei Messeveranstaltungen der MCH Group, was der bisherigen Praxis entspricht. Keine Verrechnung der Sicherheitskosten gibt es wie bis anhin bei kantonalen und Swisslos-Fonds unterstützen Grossveranstaltungen. Alle anderen Grossveranstaltungen müssen wie bislang 100 Prozent der Sicherheitskosten tragen.

Höhere Kosten für FC Basel

Während das neue Verrechnungsmodell für Konzert- und andere Veranstalter nur wenig Auswirkungen habe, belaste es den FC Basel stärker. Dessen Abgaben an die kantonalen Sicherheitsbehörden verdoppeln sich gemäss Mitteilung von rund einer auf neu zwei Millionen Franken pro Jahr.

In Jahren, in denen sich der FC Basel nicht für die Champions League qualifiziert, erhält der Klub indes einen Rabatt von 50 Prozent. Damit werden abzüglich der Basisdienstleistungen noch 25 Prozent des Gesamtaufwands verrechnet, was gemäss einer Modellrechnung in etwa den heutigen Abgaben entspricht.

Die Vollkosten des Kantons für die Einsätze bei den FCB-Spielen betragen rund vier bis fünf Millionen Franken pro Jahr. Der Kostendeckungsgrad belaufe sich auf 15 bis 20 Prozent. Derzeit zahlen der FCB und Konzertveranstalter 1.80 Franken je anwesenden Zuschauer im St. Jakob-Park. Der Schweizerische Fussballverband muss 1.20 Franken je Zuschauer entrichten zuzüglich der Kosten für externe Einsatzkräfte.