Migration
Basel-Stadt passt wegen Flüchtlingswelle das Schulangebot an

Der Kanton Basel-Stadt erhöht die Kapazitäten am Zentrum für Brückenangebote zur Integration von Flüchtlingen. Ab Dezember werden 17 an Stelle von 15 Integrationswahlklassen geführt. Auch an Primarschulen bereitet man neue Einstiegsgruppen vor.

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Durch die Integrationsklassen lernen jugendliche Flüchtlinge zuerst Deutsch und Grundlagen für den regulären Unterricht. (Symbolbild/Archiv)

Durch die Integrationsklassen lernen jugendliche Flüchtlinge zuerst Deutsch und Grundlagen für den regulären Unterricht. (Symbolbild/Archiv)

Keystone/ANTHONY ANEX

Weil durch die anhaltende Flüchtlingswelle auch immer mehr Kinder und Jugendliche nach Basel kommen, baut das Erziehungsdepartement das Angebot für deren Einschulung aus. Am Zentrum für Brückenangebote (ZBA) werden derzeit die Kapazitäten erhöht, wie das Erziehungsdepartement am Dienstag mitteilte.

Im ZBA werden schon ab Dezember 17 statt wie bisher 15 Integrationswahlklassen geführt. Dadurch können zusätzlich 32 Jugendliche im Alter von 16 bis 32 Jahren aufgenommen werden, wie es beim Erziehungsdepartement (ED) auf Anfrage hiess. Für die zusätzlichen Plätze bestehe bereits eine Warteliste.

Weiter wird derzeit geprüft, wie sich im ZBA allenfalls weitere Klassen schaffen lassen. Das sei allerdings sowohl von den Räumlichkeiten wie auch von den Lehrkräften her schwierig, hiess es beim ED weiter. Möglicherweise müsse man auf Übergangslösungen zurückgreifen.

Kontingentslösung für Nachbarkantone

Bisher wurden Jugendliche aus der ganzen Nordwestschweiz ins ZBA aufgenommen. Künftig gebe es für Jugendliche aus den Kantonen Aargau, Baselland und Solothurn keine Aufnahmegarantie mehr. Für die drei Kantone will das ED nun eine Kontingentslösung suchen.

Im ersten Jahr der Integrations- und Berufswahlklasse erhalten die Jugendlichen Unterricht in Deutsch und anderen Grundlagenfächern. Zudem werden erste Schritte zur Integration unternommen, damit sich die Jugendlichen in der Schweiz zurechtfinden. Im zweiten Jahr rückt dann die Berufswahl ins Zentrum.

Noch nicht ganz erschöpft sind die Kapazitäten an den Primarschulen. Dort können nach Auskunft des ED noch 10 bis 15 Flüchtlingskinder aufgenommen werden.

Bisher gibt es im Stadtkanton an einem Primarschulstandort zwei Einstiegsgruppen, wo Kinder ohne Deutschkenntnisse gezielt auf den Regelunterricht vorbereitet werden. Nun bereitet man sich im ED auf die Bildung weiterer solcher Einstiegsgruppen mit jeweils zehn bis zwölf Plätzen vor.

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