Die Gleichbehandlung von Frau und Mann sei im kantonalen Beschaffungsrecht eine Bedingung für den Erhalt eines öffentlichen Auftrags, hält die Regierung fest. Mit der Durchführung von Stichkontrollen könne nun bei der Vergabe öffentlicher Aufträge an private Unternehmen das Einhalten der Lohngleichheit überprüft werden.

Während der Testphase werde auf Sanktionen verzichtet. Die Evaluation der Phase werde aber der Regierung als Grundlage dienen, um Anfang 2018 über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Die Firmen sollen vor dem Start der Tests informiert werden und hätten zudem die Möglichkeit, die Lohngleichheit auf freiwilliger Basis zu prüfen.

Für die Tests setzt Basel-Stadt Logib ein. Dabei handelt es sich um das Lohngleichheitsinstrument des Bundes, mit dem dieser seit 2006 Stichkontrollen durchführt. Logib erlaube eine Prüfung von Firmen ab 50 Mitarbeitenden und verwende Daten aus der Lohnstrukturerhebung der Unternehmen. Das halte den administrativen Mehraufwand tief.