Drogen
Basel-Stadt schafft stationäres «Drug-Checking-Angebot»

Drogen soll man künftig in Basel-Stadt in einer stationären Anlaufstelle anonym überprüfen lassen können. Das Pilotprojekt soll drei Jahre dauern und sich an Personen ab 18 Jahren richten. Die Kantonsregierung lanciert dafür ein Pilotprojekt.

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KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Die Anlaufstelle mit festen Öffnungszeiten soll in die Suchthilfe Region Basel integriert werden, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Dienstag heisst. Die Analyse der Substanzproben erfolgt über das Institut für Rechtsmedizin. Die Kosten für das Pilotprojekt belaufen sich auf insgesamt 180'000 Franken.

Überprüft werden können auf dem Schwarz- oder Graumarkt erworbenen Substanzen. Die Ergebnisse der Analyse wird den Personen verbunden mit einem Beratungs- und Aufklärungsgespräch zurückgemeldet. "Drug Checking" ist gemäss Mitteilung ein niederschwelliges und effizientes Arbeitsinstrument im Suchtbereich mit dem Ziel der Schadensminderung und des Gesundheitsschutzes.

Seit 2013 gibt es in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland Präventionseinsätze in Clubs und an Partyevents unter Einbezug eines mobilen Labors. Mit dem stationären Angebot soll eine breitere Gruppe von Freizeitkonsumierenden erreicht werden, die sich nicht zwingend in der Partyszene bewegt. "Drug Checking" bieten neben Basel der Kanton Bern seit 1998 und die Stadt Zürich seit 2001 an.