Alterspolitik
Basel-Stadt setzt erste konkrete Massnahmen von «Basel 55+» um

Die Basler Regierung hat die überarbeiteten Leitlinien der Alterspolitik verabschiedet, die künftig die Bezeichnung «Basel 55+» trägt. Nun werden erste konkrete Massnahmen wie zum Beispiel ein Kompetenzzentrum für Altersfragen realisiert.

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Die Basler Regierung hat die überarbeiteten Leitlinien der Alterspolitik verabschiedet, die künftig die Bezeichnung «Basel 55+» trägt.

Die Basler Regierung hat die überarbeiteten Leitlinien der Alterspolitik verabschiedet, die künftig die Bezeichnung «Basel 55+» trägt.

Keystone

Ein solches Kompetenzzentrum als einheitliche Anlaufstelle sei in der Vernehmlassung zu «Basel 55+» gewünscht worden, sagte Philipp Waibel, der die Gesundheitsdienste im Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt leitet, am Mittwoch vor den Medien. Übernehmen soll diese Aufgabe das «Forum 55+».

Beim «Forum 55+» handelt es sich um das partnerschaftliche Gremium der basel-städtischen Behörden und des Vereins «Basel 55+ - Basler Seniorenkonferenz», in der acht Institutionen mit insgesamt 16'000 Mitgliedern zusammengeschlossen sind. Das Forum soll auch die Leitlinien der Regierung konkreten Lösungen zuführen.

Ausbau des «Café Bâlance»

Als weitere konkrete Massnahme soll das 2010 lancierte Seniorentreffpunkt «Càfe Bàlance» ausgebaut werden, wie Kantonsarzt Thomas Steffen ausführte. Zu den bereits bestehenden Standorten an neun Quartiertreffpunkten sollen zwei bis drei weitere hinzukommen.

Im «Càfe Bàlance» soll mit Geselligkeit, Bewegung und Information das psychische und körperliche Wohlbefinden gesteigert werden. Das Angebot, das nun um weitere Themenbereiche ergänzt werden soll, wird derzeit jede Woche von rund 270 Seniorinnen und Senioren genutzt.

In Angriff genommen wird daneben zusammen mit der GGG Ausländerberatung ein Netzwerk «Alter und Migration». Geplant ist etwa eine Bestandsaufnahme bestehender Angebote und die Evaluation allfälliger Lücken. Die gegenseitige Vernetzung soll helfen, Doppelspurigkeiten zu vermitteln.

Ebenfalls in der Vernehmlassung gewünscht wurde die Verbesserung der Beratung und Unterstützungen von älteren und hochbetagten Menschen, die freiwillig oder gezwungenermassen vor einem Umzug stehen. Zur Umsetzung der Leitlinien ist im kommenden Herbst eine Tagung mit allen beteiligten Partnern geplant.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Basler Alterspolitik strebt für alle älteren Menschen ein möglichst lange selbstbestimmtes Leben bei guter Gesundheit an. Dabei hat die Hilfe zur Selbsthilfe Vorrang für der Übernahme einer Aufgabe durch den Stadt.

«Basel 55+» heisst die Alterspolitik in Zukunft deshalb, weil die Weichen für ein gutes «Altern» nach Überzeugung der Fachleute schon früh im Leben gestellt werden. Mit seiner Alterspolitik spricht Basel-Stadt deshalb auch Menschen an, die sich im Übergang vom Erwerbs- ins Rentenalter befinden.

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