Stadtentwicklung

Basel-Stadt wagt im Rosental einen neuen Laborbau

Auf dem Rosental-Areal soll das «Haus 6» entstehen.

Auf dem Rosental-Areal soll das «Haus 6» entstehen.

Die Probleme mit dem neuen Biozentrum sind noch nicht ausgestanden, da startet Basel-Stadt mit dem Bau eines neuen Laborgebäudes.

Auf dem Rosental-Areal will der Kanton auf eigene Rechnung ein Labor- und Bürogebäude errichten. Auslöser des Projekts ist ein mehrjähriger Raumbedarf des Departements Chemie der Universität Basel. Das Departement sollte mittlelfristig im St. Johann neue Gebäulichkeiten erhalten, muss jedoch während der Bauzeit in einem Alternativstandort Unterschlupf finden.

Gemäss diesen Umzugsplanung müsste das neue Gebäude mit dem Namen «Haus 6» in sechs Jahren bezugsbereit sein, nun hat der Kanton die Suche nach einem Planerteam eingeleitet. Die gestellte Aufgabe, wie sie sich aus der vorliegenden Ausschreibung ergibt, ist komplex: Zum einen hat der Bau Vorzeigecharakter, da er als erster vom Wandel des alten und geschlossenen Chemiegevierts hinter der Messe zu einem offenen Arbeit- und Wohnviertel zeugen soll. Zum anderen muss bei der Konzeption eine stetige Nutzungsänderung mitbedacht werden, um die notwendig werdenden Umbauten günstig realisieren zu können.

Masterplan von Kanton und Herzog & de Meuron

Von der vorgesehenen Nutzungsfläche von 14'000 Quadratmetern, will die Universität beim Start vom Kanton 8'300 Quadratmeter mieten. Im Untergeschoss ist eine Einstellhalle vorgesehen, das Parterre soll für öffentliche Nutzungen freigehalten werden. Die Restfläche wird an Drittmieter vergeben, die Bedarf nach Laborkapazitäten haben.

Den Masterplan für das Areal hat der Kanton zusammen mit Herzog & de Meuron entwickelt und im Januar vorgestellt. Zumindest dieses erste neue Gebäude auf dem Rosental wird aber nicht nach den Plänen der Basler Architekten errichtet werden; das Büro wird in der Jury vertreten sein.

Autor

Christian Mensch

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