Beide Basel

Basel-Stadt will Ärzten aus dem Baselbiet keine Parkkarte ausstellen

Manchmal führt der Arbeitsweg eines Hausarztes über die Kantonsgrenze. Nicht allen wird die Parkgebühr erlassen. (Symbolbild)

Manchmal führt der Arbeitsweg eines Hausarztes über die Kantonsgrenze. Nicht allen wird die Parkgebühr erlassen. (Symbolbild)

Ärzte aus Basel arbeiten im Baselland und umgekehrt. Die Basler dürfen bei einem solchen Diensteinsatz gratis parkieren. Die Baselbieter müssen die regulären Parkgebühren bezahlen.

Hausärztinnen und Hausärzte aus den beiden Basel überqueren mehrmals in ihrem Alltag die Kantonsgrenzen. Oftmals leben ihre Patienten im anderen Kanton, die Ärzte besuchen sie zu Hause. Beide Kantone bieten dafür eine kostenpflichtige Ärzteparkkarte an. Während die Karte aus der Stadt auch im Baselbiet anerkannt ist, müssen umgekehrt die Ärzte aus dem Landkanton in der Stadt die üblichen Parkgebühren zahlen.

«Diese Ungleichheit ist störend, kleinlich und peinlich», schreibt LDP-Grossrat Felix Eymann von der Medizinischen Gesellschaft Basel-Stadt in einer Medienmitteilung. Die Gesellschaft hat darum eine Anfrage bei der Basler Regierung eingereicht. Sie fordert vom Basler Bau- und Verkehrsdepartement (BVD), dass der «ungute Zustand» angepasst wird.

Die Medizinische Gesellschaft hat jedoch einen abschlägigen Entscheid erhalten, wie sie mitteilt. Das BVD habe auf die Parkier-Verordnung und die lange Dauer der Verhandlungen im Vorfeld der Schaffung einer Gewerbeparkkarte für beide Basel verwiesen. Diese Gründe seien nicht nachvollziehbar: «Weder entgehen dem Kanton Einnahmen noch entstehen dadurch Benachteiligungen gegenüber anderen», schreibt die Medizinische Gesellschaft. Ausserdem kritisiert sie, dass die Parkkarte für Ärzte neu 200 statt 70 Franken pro Jahr kostet. «Die Medizinische Gesellschaft ist entrüstet, wie die Arbeit der Diensttuenden gering geschätzt wird.»

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