Die Frauen sollen auf Kosten der Krankenkassen alle zwei Jahre freiwillig eine Mammografie durchführen. Der Selbstbehalt beträgt rund 20 Franken. Fur das Programm sollen rund 23'500 Baslerinnen angeschrieben werden. Wichtig sei es, jene älteren Frauen zu erfassen, die bisher keine Mammografie gemacht haben, sagte der Basler Gesundheitsdirektor Carlo Conti am Mittwoch vor den Medien.

Mit der Einführung des Programmes würden jährlich rund 12'000 Frauen, die zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, zu einer Mammografie aufgeboten. Im Jahre 2010 hätten rund 16'000 Baslerinnen freiwillig eine Mammografie durchgeführt; darunter befinden sich allerdings auch jüngere Frauen.

Angestrebt wird mit dem Programm eine hohe Qualität durch anerkannte Standards, moderne Technik und Fachkompetenz. Mammografien sollen nur in zertifizierten Institutionen durchgeführt werden können.

Administrative Kosten übernimmt der Kanton

Die Kosten für den Aufbau und den Betrieb der Mammografie- Screening-Zentrale sollen zu Lasten des Kantons gehen. Dazu beantragt die Regierung dem Grossen Rat einen Kredit von 250'000 Franken für das Jahr 2013 und von 500'000 Franken für die folgenden Jahre.

Baselland werde einen entsprechenden Betrag kaum ins Budget 2013 aufnehmen können, sagte Conti weiter. Beide Gesundheitsdirektoren hätten aber ein gemeinsames Vorgehen vereinbart. Damit könnten die Ressourcen gebündelt, die Kosten gesenkt und die Qualität des Programmes gesteigert werden. Das Programm ermögliche einen späteren Einstieg von Baselland.

Mammografie-Screening-Programme führten bereits praktisch alle Westschweizer und einige Deutschschweizer Kantone ein. Weit verbreitet sind die Programme auch in den europäischen Staaten; mit Ausnahme von Österreich und Griechenland kennen alle EU-Länder ein flächendeckendes Mammografie-Screening-Programm.