Mit dem Auftritt des Kantons Basel-Stadt an der Weltausstellung in Mailand ist Regierungspräsident Guy Morin sehr zufrieden. Die Städte Basel, Zürich und Genf hätten die urbane Schweiz gezeigt, die nichts mit dem Heidiland-Image zu tun habe, sagte er am Donnerstag vor den Medien.

Unter dem Motto "Spirito di Basilea" hatte sich der Kanton mit zwei Ausstellungen im Schweizer Pavillon an der Expo präsentiert. Mit diesem Auftritt wollte sich Basel ausländischen Gästen vorstellen. 450‘000 Besucher seien gekommen, sagte Morin am Donnerstag vor den Medien. Erwartet worden waren indes 600'000.

"Spirito di Basilea" zeigte Basler Ereignisse und Innovationen aus den Bereichen Geistesleben, Kunst, Architektur, Wissenschaft und Forschung. Mit der Ausstellung "Der Tisch ist gedeckt" wurde das urbane Ernährungssystem von Basel thematisiert.

Basel beteilige sich an der Ernährungspolitik, sagte Morin. Diese umfasse die Agrochemie, aber auch moderne Formen der Landwirtschaftsproduktion. Als Beispiele nannte Morin die Urban Farmers auf dem Dreispitz oder das grosse Interesse an Familiengärten.

Absichtserklärung unterschrieben

"Die 900‘000 Franken, die der Grosse Rat für diesen Auftritt investiert hat, haben sich gelohnt", sagte Morin. Das Expo-Thema Welternährung sei wichtig, und Basel habe dieses gut aufgenommen.

Für Basel und die Schweiz steht zwar laut dem Regierungspräsidenten nicht die Nahrungsmittelknappheit im Vordergrund. Vielmehr müsse man sich mit der Verschwendung von Esswaren befassen. Basel wolle sich zudem für die biologische Produktion von Landwirtschaftsprodukten einsetzen.

Deshalb unterschrieb Morin im Namen der Basler Regierung am 15. Oktober den "Urban Food Policy Pact". Damit will sich die Basler Regierung für ein nachhaltiges Ernährungssystem einsetzen. Dieses umfasst die Produktion und Verarbeitung sowie den Handel, Konsum und die Entsorgung von Lebensmitteln.

Angestrebt wird eine gesunde, vielfältige und finanziell tragbare Lebensmittelversorgung für die ganze Bevölkerung sowie die Reduktion der Lebensmittelabfälle und die Bewahrung der Biodiversität. Weltweit unterzeichneten über 100 Städte diese Absichtserklärung. Nebst Basel haben weitere Schweizer Städte das Dokument unterzeichnet.