Das Ende der goldenen Jahre hat Basel-Stadt erreicht. Das Klischee in der Fusionsdebatte mit einem reichen Stadtkanton und einem armen Baselbiet ist von der Realität überholt. Bis zu 400 Millionen Franken könnten wegen Steuerausfällen künftig in der Staatskasse fehlen, während die Investitions- und Betriebskosten stetig steigen.

Um ein städtisches Finanzdesaster abzuwenden, entwickelt der Kanton ein «Fitnessprogramm». Denn der Begriff des «Sparpakets» wird im Gegensatz zum Baselbiet möglichst vermieden. In Basel spart man nicht, man «priorisiert».

Recherchen der „Schweiz am Sonntag“ zeigen, dass deklariertermassen vor allem Kulturprojekte der «Priorisierung» zum Opfer fallen. Es geht um Investitionen von 34 Millionen Franken. Betroffen sind das Antikenmuseum, das Museum der Kulturen und das Haus zum Kirschgarten. Baselbieter Verhältnisse herrschen noch nicht. Vorerst verzichtet der Stadtkanton lediglich auf Luxusprojekte.