Sparkurs
Basel streicht der Kultur 34 Millionen vom Budget

Um ein städtisches Finanzdesaster abzuwenden, entwickelt der Kanton Basel-Stadt ein «Fitnessprogramm». Dafür wurden 34 Millionen-Kulturausgaben aus dem Investitionsbudget gestrichen.

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Die Kultur muss Luxusprojekte streichen oder aufschieben. Betroffen sind das Antikenmuseum (links) und das Haus zum Kirschgarten (rechts). Glück hatte das Kunstmuseum (Mitte).

Die Kultur muss Luxusprojekte streichen oder aufschieben. Betroffen sind das Antikenmuseum (links) und das Haus zum Kirschgarten (rechts). Glück hatte das Kunstmuseum (Mitte).

Juri Junkov / zvg

Das Ende der goldenen Jahre hat Basel-Stadt erreicht. Das Klischee in der Fusionsdebatte mit einem reichen Stadtkanton und einem armen Baselbiet ist von der Realität überholt. Bis zu 400 Millionen Franken könnten wegen Steuerausfällen künftig in der Staatskasse fehlen, während die Investitions- und Betriebskosten stetig steigen.

Um ein städtisches Finanzdesaster abzuwenden, entwickelt der Kanton ein «Fitnessprogramm». Denn der Begriff des «Sparpakets» wird im Gegensatz zum Baselbiet möglichst vermieden. In Basel spart man nicht, man «priorisiert».

Recherchen der „Schweiz am Sonntag“ zeigen, dass deklariertermassen vor allem Kulturprojekte der «Priorisierung» zum Opfer fallen. Es geht um Investitionen von 34 Millionen Franken. Betroffen sind das Antikenmuseum, das Museum der Kulturen und das Haus zum Kirschgarten. Baselbieter Verhältnisse herrschen noch nicht. Vorerst verzichtet der Stadtkanton lediglich auf Luxusprojekte.