Basel
Basel-Tattoo-Leiter über sein 2013: «Ich war zum ersten Mal im Rhein»

Christoph Walter ist seit 2010 der musikalische Leiter des Basel Tattoo. Der Musiker über sein 2013 und was es dem ursprünglich aus dem Kanton Glarus stammenden Walter gebracht hat.

Muriel Mercier
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Christoph Walter hat letzte Woche das erste Christmas Tattoo als Dirigent über die Bühne gebracht. niz

Christoph Walter hat letzte Woche das erste Christmas Tattoo als Dirigent über die Bühne gebracht. niz

Mein 2013 brachte für mich aus beruflicher Sicht eine grosse Veränderung mit sich. Ich war 20 Jahre lang Berufsoffizier bei der Schweizer Armee und habe mich jetzt als Musiker selbstständig gemacht. Als solcher komponiere und arrangiere ich Stücke, gebe verschiedenen Projekten ein musikalisches Kleid und stehe am Ende als Dirigent vor dem Orchester.

Eigentlich war ich bei der Schweizer Armee glücklich, habe mir aber immer gesagt, dass ich noch was anderes erleben möchte. Und jetzt bewege ich mich in der freien Marktwirtschaft. Ich habe dieses Jahr musikalisch schon an einigen Basler Projekten mitgearbeitet. Ich habe Kompositionen und Arrangements für die beiden Vorfasnachtsveranstaltungen Drummeli und Charivari geschrieben.

Ich bin eigentlich Glarner, aber seit 2010 als musikalischer Leiter des Basel Tattoo – und jetzt neu des Christmas Tattoo – regelmässig in Basel unterwegs. Und ich habe die Stadt und die Leute sehr gerne bekommen. Die Basler sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Mein Jahresplan wird jeweils stark geprägt vom Basel Tattoo im Juli. Durch die intensive Zeit hier während dieser Wochen habe ich eine grosse Freundschaft zu Produzent Erik Julliard entwickelt. Ich bewundere seine Leidenschaft und die Ideen für Projekte, die er sich nicht nur ausdenkt, sondern dann auch durchführt. Die Idee vom Christmas Tattoo zum Beispiel liegt ja drei Jahre zurück.

Ich fühle mich in Basel sehr zu Hause. Meine beiden Söhne Simon und Tobi übrigens auch. Tobi ist grosser FCB-Fan, und Simon arbeitet als Toningenieur am Basel Tattoo mit. Was mir am Basel Tattoo besonders gefällt, sind die Freundschaften, die durch die Besuche ausländischer Bands auf der ganzen Welt entstehen. Ich habe Menschen kennen gelernt aus den arabischen Emiraten, Neuseeland, Afrika oder Grossbritannien, zu denen ich gute Beziehungen aufgebaut habe.

Leider habe ich nicht so viel Zeit, in Basel meine Freizeit zu verbringen. Ich gehe oft ins Restaurant Picobello oder ins «Torstübli» im Kleinbasel.

Was aberein besonderes Highlight für mich war im 2013: Ich war zum ersten Mal im Rhein schwimmen. Ich habe einen Wickelfisch gekauft, bin beim Tinguely-Museum ins Wasser gestiegen und habe mich treiben lassen. Das war super, und ich habe den Schwumm sehr genossen.