Super League
Basel und der FCB sind bereit für die grosse Party

Am Sonntagabend kann der FC Basel auf dem «Barfi» seinen Titel-Hattrick und den insgesamt 15. Meistertitel seiner Klubgeschichte feiern.

Georges Küng
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So wollen die Spieler des FC Basel am Sonntag nach dem Spiel gegen Lausanne mit ihren Fans feiern. key

So wollen die Spieler des FC Basel am Sonntag nach dem Spiel gegen Lausanne mit ihren Fans feiern. key

Wer in den letzten fünf Wochen bei FCB-Matches live vor Ort sein wollte, musste reisefreudig sein. Denn auf den 5:0-Heimerfolg gegen Servette am 23. März folgten Gastspiele in Thun, Lausanne, Luzern und Sion sowie der Cup-Halbfinal in Winterthur. In diesem Sinne gibt es am Sonntag Nachmittag eine Art «Wiedersehen mit der rot-blauen Fanmasse».

Dies gilt auch für den Rivalen, denn Basel gegen Lausanne findet innert 40 Tagen zum dritten Male statt. Am 21. März gewann der FCB zuhause im Rahmen des Schweizer Cups (1/4-Finale) gegen Lausanne 5:2. Zwei Wochen später setzte sich Basel im Waadtland in der Nachtragspartie sicher mit 2:0 durch. Und es spricht nichts dagegen, dass der dritte Vergleich mit einem anderen Resultat zu Ende gehen soll.

Im Stadion werden rund 34000 Fans sein. Bis Freitag Mittag waren bereits 32500 Tickets abgesetzt. Und wenn auch die Axpo Super League heuer oftmals die Justiz und Gerichte bemühen musste, so soll «am Sonntagnachmittag nur das Geschehen auf dem Rasenfeld im Mittelpunkt stehen», wie es sich FCB-Trainer Heiko Vogel. Der Deutsche macht sich zur anschliessenden Meisterfeier keine Gedanken (die für ihn ja auch kein Novum wären), sondern «ich bin aufs Sportliche fokussiert».

Meisterfeier ist angerichtet

Wie in den letzten Monaten kann Rot-Blau fast aus dem Vollen schöpfen. Marco Streller ist wegen Adduktorenbeschwerden fraglich. Sollte der Teamcaptain ausfallen, so dürfte Jacques Zoua seinen Part übernehmen.

David Ángel Abraham und Philipp Degen dürften wieder einsatzbereit sein – doch in Anbetracht, dass der FC Basel in den nächsten 25 Tagen sieben Matches, darunter den Cupfinal gegen den FC Luzern, zu bestreiten hat, wird Vogel nur Akteure spielen lassen, die beschwerdefrei sind. «Wir befinden uns in einer komfortablen Lage», meint Vogel zur Tabellensituation. Im Wissen, dass die Meisterfeier längst angerichtet ist.

Respekt vor dem Gegner

Auch wenn Lausanne krasser Aussenseiter ist, so werden die Romands nicht als Geschenküberbringer ins «Joggeli» kommen. «Wir benötigen noch sicher sechs Zähler, um von Sion nicht mehr eingeholt zu werden», so Yanick Kamber (20). Der U17-Weltmeister, der bis zur letzten Saison beim FCB (Nachwuchs) unter Vertrag stand, sagt, dass «wir uns in Basel so teuer wie möglich verkaufen werden».

FCB-Trainer Heiko Vogel lobt den Rivalen als Equipe, die «die ganze Saison in einem klaren 4-4-2-System ihr Spiel durchzog und in den letzten Monaten mit Siegen in Bern und zuhause gegen Servette und Thun bewies hat, dass sie ihr Handwerk versteht». Doch für Sonntag wünscht sich die FCB-Fangemeinde nur eines. Nach dem Abpfiff den Weg in die City zum «Barfi» unter die Füsse zu nehmen.