In Allschwil-Dorf, in Binningen und im Basler Neubad-Quartier hat der Euro-Airport Fluglärm-Messstationen aufgestellt. Spätestens im Juli hat Allschwil zwei Messstellen – und Basel gar keine mehr. Denn die Instrumente zügeln ein paar hundert Meter über die Kantonsgrenze Richtung Westen – in die Nähe eines Schrebergartens am Sandweg in Neuallschwil. Das teilte der Allschwiler Gemeinderat am Mittwoch dem Einwohnerrat mit. Der EAP habe bestätigt, dass die Messstation im Juli ihren Betrieb am neuen Ort aufnehmen werde.

Eine zweite Station für Allschwil gefordert hatte Julia Gosteli (Grüne); sie reichte Ende 2010 im Allschwiler Einwohnerrat einen entsprechenden Vorstoss ein. Sie begründete ihre Forderung damit, dass es nur Sinn mache, den Fluglärm direkt unter den landenden Flugzeugen zu messen. Mit dem 2007 eingeführten Instrumenten-Landesystem (ILS 33) hätten sich die Anflugrouten des Flughafens räumlich stark verschoben – deswegen müssten die Messstationen neu angeordnet werden.

Gosteli hatte jedoch keinen Umzug gefordert, sondern eine neue, dreizehnte Station. Dies jedoch lehnte der Euroairport ab. In der Antwort des Gemeinderats heisst es, dass sowohl der Kanton, als auch der EAP-Direktor klar signalisiert hätten, keine zusätzliche Station einzurichten. (Im Bericht ist von 13 Stationen die Rede, bereits 2012 wurde jedoch eine Station auf französischem Gebiet aufgehoben.)

Basel ist gegen die Verlegung

Der Basler Grossrat Michael Wüthrich (Grünes Bündnis) dürfte gar nicht zufrieden sein mit der Verlegung der Messstelle Neubad. Er forderte im September in einer Interpellation den Verbleib der Anlage am alten Standort. Der Basler Regierungsrat stellte damals in seiner Antwort in Aussicht, dass er sich beim EAP gegen die Verschiebung einsetzen werde.