Kandidatur
Basel will die Badminton-WM 2021 austragen

Die Organisatoren des zurzeit stattfindenden Swiss Open befinden sich im Gespräch mit dem Weltverband um die Vergabe der Weltmeisterschaft. Die grösste Hürde für die Durchführung des Grossanlasses in der St. Jakobshalle ist das Geld.

Tobias Müller
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Wird die Badminton-WM 2021 in der St. Jakobshalle über die Bühne gehen?

Wird die Badminton-WM 2021 in der St. Jakobshalle über die Bühne gehen?

Noch ist nichts konkret, geschweige denn beschlossen. Doch die Idee steht: Basel möchte Austragsort der Badminton-Weltmeisterschaft 2021 sein. Gespräche zwischen den Swiss-Open-Organisatoren und dem Weltverband, ob die Stadt Basel und der Austragungsort St. Jakobshalle dafür in Frage kommen, sind zurzeit am laufen.

Ob Basel tatsächlich den Grossanlass durchführen darf, hängt vor allem von zwei Faktoren ab. Einerseits ist da der finanzielle Punkt. Die Austragung der WM in der Brüglinger Ebene würde ein Budget von rund 3 Millionen Franken voraussetzen. Zum Vergleich: Das alljährlich stattfindende Swiss Open in der St. Jakobshalle wird mit einem Budget von 1,3 Millionen Franken durchgeführt. «Wir wären natürlich auf Unterstützung angewiesen, in erster Linie von der Stadt Basel und von Swiss Olympic. Sonst wäre die Organisation eines solchen Events natürlich nicht machbar. Erhalten wir diese finanzielle Hilfe, ist ein Zuschlag für Basel realistisch.»

Der andere Punkt sind die übrigen Mitbewerber bei der WM-Vergabe. Der Badminton-Weltverband vergibt Weltmeisterschaften abwechselnd im Einjahres-Rhythmus entweder an europäische Städte oder an einen Ort im asiatischen Raum. 2019 findet die WM in Tokio statt. Ein Jahr später gehen die Olympischen Spiele an selber Stätte über die Bühne – eine Weltmeisterschaft findet im 2020 aus diesem Grund nicht statt. 2021 wäre also folglich wieder eine europäische Metropole am Zug. «Das ist genau der Grund, warum wir denken, dass die Chancen in diesem Jahr am grössten sind», begründet Christian Wackernagel, Präsident des Swiss Open. Wann der Entscheid kommuniziert wird, ob Basel den Zuschlag erhält oder nicht, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Vertragsverlängerung mit Yonex

Neben der Bekanntgabe am Interesse einer WM-Durchführung in Basel kommunizierten die Veranstalter am Mittwoch ausserdem die Vertragsverlängerung mit Hauptsponsor Yonex. Der asiatische Racket- und Bekleidungshersteller wird für die nächsten vier Jahre der Hauptgeldgeber für das Swiss Open bleiben. Die Verlängerung des Papieres ist die Existenzsicherung des Events in Basel. Ohne den Hauptsponsor wäre eine Durchführung des Turniers in dieser Grössenordnung nicht möglich, so die Verantwortlichen des Turniers.

Zudem stellten die Veranstalter der Swiss Open beim Weltverband den Antrag, den Status des Turniers in Basel für die Zukunft zu erhöhen. Das Swiss Open gehört zurzeit der Grand-Prix-Gold-Serie an, der zweithöchsten Stufe auf der Tour. In Zukunft möchte man erstklassig sein. Diskussionen um eine Erhöhung auf die oberste Stufe, die sogenannte Super-Series, laufen. Dafür müsse man das Budget des Turnieres aber um einiges erhöhen, von aktuell 1,3 Millionen Franken auf mindestens 2,6 Millionen, so Turnier-Präsident Wackernagel.