Abfall
Basel will gegen Zigi-Stummel vorgehen

In Basel liegen mehr Kippen auf der Strasse als anderswo. Der Kanton prüft daher nun, neue Abfallkübel mit Aschenbecehr einzuführen. Zudem werden speziell geschulte Polizisten auf Patrouille gehen und Abfallsünder büssen.

Hans-Martin Jermann
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Am Bahnhof testet der Kanton Abfallkübel mit Aschenbecher. Niz

Am Bahnhof testet der Kanton Abfallkübel mit Aschenbecher. Niz

bz Basellandschaftliche Zeitung

Auf Plätzen und Tramhaltestellen in Basel liegen mehr Zigarettenstummel als in anderen Städten. Dieser Meinung ist ein Abfallbotschafter der IG Saubere Umwelt, der gerade in Basel Aufklärungsarbeit betreibt. Zwar gibt es keine Studie, die dies beweist. Tatsache aber ist: In Basel gibt es weniger Aschenbecher auf öffentlichem Grund als etwa in Bern oder Zürich.

Der Kanton will nun das Problem angehen. Im Rahmen eines Testlaufs ist am Centralbahnplatz ein neuartiger Abfallkübel mit Aschenbecher montiert worden. Falls sich das System bewährt, sollen an den Kippen-Hotspots in der Stadt - den am stärksten frequentierten Plätzen und Haltestellen - weitere Behälter aufgestellt werden.

Eine flächendeckende Einführung würde sich indes kaum lohnen, sagt Alexander Isenburg, Leiter der Stadtreinigung. Im Kampf gegen die Zigi-Stummel verweist man beim Kanton zudem auf das kürzlich präsentierte Littering-Massnahmenpaket: Nach dem Willen der Regierung sollen künftig speziell geschulte Polizisten auf Patrouille gehen und Abfallsünder büssen.