Projekt Passage

Basel zahlte Sozialhilfe, obwohl Bezüger Arbeitseinsatz schwänzten

(Symbolbild)

Jeder dritte Sozialhilfebezüger weigerte sich zu arbeiten.

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Basler Sozialhilfebezüger mussten im Rahmen des Projekts Passage einen einmonatigen Arbeitseinsatz leisten. Doch jeder Dritte schwänzte diesen, trotzdem erhielten fast alle Geld. Der Kanton hat über fünf Millionen Franken in das Projekt investiert.

Wer in Basel Sozialhilfe beantragt, musste bis vor kurzem einen einmonatigen Arbeitseinsatz absolvieren. Doch jeder Dritte der 1300 Teilnehmer brach diesen ohne Entschuldigung ab. Trotzdem erhielten 97 Prozent den vollen Sozialhilfebetrag ausbezahlt. Dies berichtet die «Schweiz am Sonntag».

Das Programm erreichte die Ziele nicht. Anstatt nun restriktiv zu sanktionieren, wählt die Regierung eine andere Lösung: Sie schafft das Projekt Passage ab. Kommuniziert wurde dies nur nebenbei.

Bereits die Einführung vor fünf Jahren behandelte die Regierung diskret, bis die «Basler Zeitung» das Vorhaben publik machte. Die Linkspartei Basta reichte damals eine Petition ein, in der sie eine Diskriminierung von Sozialhilfebezügern anprangerte.

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