Die Expo in Mailand ist für die Basler Kuratoren bis jetzt ein Erfolg. Rund 170 000 Besucher besichtigten die Ausstellung «Spirito di Basilea» im Schweizer Pavillon vom 1. Mai bis zum 12. Juni. Die Expo ist noch nicht vorbei – es ist erst Halbzeit.

Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing Basel-Stadt, erwartet bis zum Ende der «Spirito di Basilea» im September nochmals so viele Besucher, wie sie an der gestrigen Medienkonferenz zur neuen Ausstellung «La cena è pronta! – Der Tisch ist gedeckt» sagt. Am Freitag wird die Ausstellung in Mailand eröffnet.

Diese Ausstellung widmet sich den Fragen, woher und wie das Essen in Basel auf den Teller kommt und insbesondere: Wie sieht die nachhaltige Landwirtschaft in Basel aus? «La cena è pronta!» führt vom hausgemachten Dünger eines Regenwurms zur natürlichen Wasseranreicherung in der Langen Erlen bis hin zur Import-Drehscheibe im Rheinhafen.

Innovative Ernährungsprojekte

Im Sockel von vier Silos, wo der Schweizer Pavillon residiert, werden die Besucher durch sieben thematische Stationen geführt, die innovative und nachhaltige Ernährungsprojekte vorstellen. Der Parcours beginnt zum Beispiel mit einem Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, fruchtbare Böden nachhaltig zu bewirtschaften. Wie deren Bewässerung funktioniert, zeigen die Kuratoren anhand des Beispiels der natürlichen Grundwasseranreicherung in der Langen Erlen.

Selbst zum Gärtner werden

Ein Zwischenhalt bei der Basler Stiftung «Pro Specie Rara» führt den Besuchern vor, welche Artenvielfalt es neben Rispentomaten und Fleischtomaten eigentlich noch im Sortiment von «Coop» und «Migros» geben könnte. Videos und eine Fotostrecke illustrieren, dass Basler gerne selbst zum Spaten greifen und ihr eigenes Gemüse anpflanzen.

Am Ende der Ausstellung werden die Besucher mit der Frage «Do you care?» angesprochen. Diejenigen, die Lust bekommen haben, ihr Ernährungsverhalten im Sinne der Nachhaltigkeit zu verändern, können für 50 Cent ein Bohnensäckchen ergattern und sich zu Hause als Gärtner versuchen.