Vorfreude
Basel zeigt sich am Weihnachtsmarkt im winterlichen Festkleid

Wenn Silbermisteln und Glühwein berauschen, dann ist wieder Weihnachtszeit. Und in Basel bedeutet das: Auf dem Barfi und beim Münster ist Weihnachtsmarkt! Dieses Jahr können Sie zwischen 187 verschiedenen Ständen flanieren.

Elena Manuel
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Unter dem Weihnachtsbaum von Johann Wanner werden bei der morgigen Ouvertüre das Hornensemble der Basler Musikakademie und ein Chor musizieren.

Unter dem Weihnachtsbaum von Johann Wanner werden bei der morgigen Ouvertüre das Hornensemble der Basler Musikakademie und ein Chor musizieren.

Juri Junkov

Lichterketten in Form von Weihnachtsmännern und Rentierschlitten glänzen über den Köpfen der Menschen. In engen Gassen bummeln sie zwischen Marktständen in ihren dicken Wintermänteln und Mützen, wiegen von einem Fuss auf den anderen, lassen sich von der Menge treiben, vorbei an Weihnachtskugeln, kostbar verziertem Briefpapier und Duftkerzen. Es riecht nach Raclette und geschmolzenem Bienenwachs.

Der Basler Weihnachtsmarkt ist jedes Jahr ein Publikumsmagnet. Letztes Jahr zählten die Veranstalter rund eine Million regionale und überregionale Besucher, und auch dieses Jahr werden fast ebenso viele erwartet. Die 187 Marktstände auf dem Barfüsserplatz und vor dem Münster sind bereit; morgen Donnerstag um 18.30 Uhr wird der Basler Regierungspräsident Guy Morin die Basler Weihnacht einläuten.

Trompeten und Hörner

Dann werden auch die Weihnachtsbeleuchtungen in der Stadt und auf der Mittleren Brücke zum Erleuchten gebracht und mit ihnen acht geschmückte Weihnachtsbäume. Davon steht ein Prachtexemplar auf dem Münsterplatz, geschmückt vom Festtagsdekorations-Spezialisten Johann Wanner. In diesem Winter hat er sich für glänzende und matte Gold- und Silberkugeln entschieden und das Arrangement mit Trompeten, Hörnern und Engeln bereichert.

Der Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr neuerdings länger statt, von 11 bis 20.30 Uhr. Erstmals sind auch die Basler Geschäfte an zwei Freitagabenden, am 11. und 18. Dezember, bis 21 Uhr geöffnet. Diese Kombination der verlängerten Öffnungszeiten soll den Umsatz des Basler Detailhandels ankurbeln, der zurzeit in einer «schwierigen wirtschaftlichen» Lage steckt, wie Gabriel Barell, Direktor des Gewerbeverbandes Basel-Stadt und Präsident des Vereins Basler Weihnacht an der gestrigen Medienorientierung erläuterte.

Basel gelte nach wie vor als eine sichere Stadt, auch nach den Terroranschlägen in Paris, und darum sollen sich die Besucher und Marktbetreiber nicht sorgen.

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