Die Baselbieter Regierung hat die Abrechnung für die grenzüberschreitenden ÖV-Linien an den Landrat überwiesen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Grundlage für die jährliche ÖV-Abrechnung bildet ein Staatsvertrag von 1982.

Dieser Staatsvertrag geht davon aus, dass die baselstädtischen BVB auf basellandschaftlichem Gebiet möglichst gleich viele Fahrleistungen erbringt wie die BLT des Baselbiets und die Autobus AG Liestal (AAGL) auf baselstädtischem Gebiet. In der Realität sind diese kantonsübergreifenden Leistungen aber nie vollständig deckungsgleich.

Der von Baselland zu zahlende Betrag setzt sich aus dem Defizit der Baselbieter Betriebe BLT und AAGL auf dem Gebiet des Kantons Basel-Stadt (1,909 Millionen Franken) und dem Saldo der Abgeltungsrechnung zwischen den beiden Kantonen für den grenzüberschreitenden ÖV zusammen.

Weil die Abschnitte der Basler Verkehrs-Betriebe BVB auf Baselbieter Boden weniger ertragreich sind als jene der Baselland Transport BLT und der Autobus AG Liestal AAGL auf Stadtboden, fällt dieser Saldo üblicherweise zulasten des Landkantons aus.

Dieser Saldo beläuft sich gemäss der Mitteilung für 2016 auf knapp 4,215 (2015: knapp 4,1) Millionen Franken. Die relevanten ungedeckten Kosten von BLT und AAGL werden auf knapp 2,1 Millionen beziffert, addiert entsteht die Summe von gut 6,1 Millionen Franken.