Kaputte Schienen. Eine Geschäftsleitung, die einen lukrativen Auftrag freihändig vergibt. Hohe Unzufriedenheit beim Personal mit überdurchschnittlich vielen Krankheitstagen, was regelmässig zu Ausfällen im Bus- und Tramverkehr führt.

Bei den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) harzt es an allen Ecken und Enden. Ganz anders sieht es bei der Baselland Transport AG (BLT) aus. Deshalb wirft der Basler FDP-Grossrat Christophe Haller die Frage auf, ob die BVB einzelne Tram- und Buslinien an die BLT übertragen könnte.

Ziel: Fahrplanausfälle reduzieren

«Damit liesse sich der Personalengpass elegant lösen», ist Haller überzeugt. In einem Vorstoss fragt er nun die Basler Regierung an, ob sie bereit ist, die Übertragung einzelner BVB-Linien an die BLT zu prüfen. So wären Fahrplanausfälle wohl massiv zu reduzieren.

BLT-Direktor Andreas Büttiker will sich nicht zum Vorstoss äussern. Dass die Übernahme einzelner Linien möglich ist, wurde schon bewiesen. 1995 hat die BLT den von Aesch nach Saint-Louis verlängerten 11er von den BVB übernommen. Diese Möglichkeit bestünde grundsätzlich auch heute, wobei vermutlich erneut Überlandbahnen wie der 14er nach Pratteln oder der 6er (Allschwil-Riehen) im Vordergrund stehen würden.