Coop investierte rund 11 Millionen Franken. Der neue Laden sei eine Ergänzung zum bisherigen Angebot im Gundeli, wurde vom Nordwestschweizer Coop-Leiter betont. Es sollen keine anderen Läden geschlossen werden.

Der Neubau Südpark an der Güter-und-Meret-Oppenheim-Strasse wird nun schrittweise in Betrieb genommen. Das Projekt blickt auf eine lange Planungsgeschichte zurück: Im Jahr 2002 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben und ein Jahr später präsentierten die Sieger, nämlich das Architekturbüro Herzog & de Meuron, das Projekt.

Projekt kam ins Stocken

Geplant war eine zehnstöckige Blockrandbebauung mit einem grossen Innenhof. Mit dem Bau sollte zwischen 2005 und 2006 begonnen werden. Die Architekten versprachen eine spektakuläre Fassade. Dieses Versprechen haben sie eingehalten, wenngleich die Fassade heute ganz anders aussieht.

Schon bald kam das Projekt ins Stocken. Ein Grund für die Verzögerung war, dass die von den Architekten vorgeschlagene Glasfassade der Stadtbildkommission nicht gefiel. Die Planer mussten das Projekt überarbeiten. Dann wurde das Vorhaben zu teuer und deshalb infrage gestellt.

Nach langen Verhandlungen zeigte sich schliesslich Coop im Jahr 2007 bereit, eine grosse Ladenfläche zu mieten. Erneut waren Anpassungen an die Bedürfnisse der künftigen Mieter notwendig. Coop wollte auf den Innenhof verzichten, um die Ladenfläche zu erhöhen und die Basler Kantonalbank benötigte für ihr Rechenzentrum im 3. Untergeschoss eine Anpassung des Stockwerks. Besondere Bedürfnisse meldete die Atlas-Stiftung an, die auf einer Fläche von 12000 Quadratmetern eine
Seniorenresidenz mit einer Pflegeabteilung betreiben wird.

80 Millionen investiert

Das Projekt sei in den letzten Jahren für die Architekten, den Totalunternehmer, die SBB als Bauherrschaft und die Mieter eine grosse Herausforderung gewesen, sagte Roger Beier von SBB Immobilien gestern vor den Medien. Denn die im Jahre 2005 erteilte Baubewilligung lief nach drei Jahren ab. Bis Anfang Oktober 2008 musste der Bau beginnen, was auch geschah. Die SBB investiert in den Südpark rund 80 Millionen Franken. Laut Beier wird auf dem benachbarten Areal ein 80-Meter-Hochhaus geplant, das bis 2018 fertiggestellt sein soll.

Robert Hösl, Partner im Architekturbüro Herzog & de Meuron, zeigte sich nun «zufrieden mit dem Ergebnis». Die Fassade setzt sich aus 12 verschieden kombinierbaren Fensterformen zusammen. Diese Fenster seien inspiriert von historischen Formen, wie sie im «Gundeli» oft vorkommen.