Wirtschaft
Baselworld: Der Exodus geht weiter, jetzt gehen auch Hublot, Bulgari und Co. nach Genf

Mit dem LVMH-Konzern verlassen nun auch die Uhrenmarken TAG Heuer, Hublot, Zenith und Bulgari die Baselworld. Sie folgen dem Beispiel von Rolex und gehen jetzt nach Genf.

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Schön wars: Hublot an der Baselworld 2019.

Schön wars: Hublot an der Baselworld 2019.

Kenneth Nars

Nach dem Abgang von Rolex, Chanel und Konsorten ist klar: Die Baselworld der MCH Group gibt es in der ehemals bekannten Form nicht mehr. Nun folgen die nächsten Abgänge. Auch die LVMH-Uhrenmarken TAG Heuer, Hublot, Zenith und Bulgari verlassen die Baselworld.

Die Marken des Luxusgüterkonzerns LVMH folgen dem Beispiel von Rolex. Auch sie werden am Genfer Uhrensalon «Watches & Wonders» teilnehmen. Diese wird nach dem Rezept der alten Baselworld aufgebaut und hofft nun auf einen Erstlingserfolg für die unter der starken Digitalisierung von Vertriebs- und Marketingkanälen leidende Luxusuhrenbranche.

Deutliche Abnahme der Schweizer Präsenz

Aufgrund der«deutlichen Abnahme der Präsenz der Schweizer Uhrenindustrie» sei es für LVMH zur Wahrung des Images klar geworden, sich ebenfalls zurückziehen, schrieb die Gesellschaft in einer Mitteilung vom Freitag.

Zur Schweizer Uhrenmanufakturen der LVMH-Gruppe gehören die Marken TAG Heuer, Hublot und Zenith und das Haus Bulgari. Diese würden nun verschiedene Veranstaltungsformate prüfen. Die LVMH Watch Division einerseits und Bulgari andererseits würden in den kommenden Wochen über ihre jeweiligen Pläne entscheiden und informieren.

Die Zusammenführung der gesamten Schweizer Uhrenindustrie an einem Standort, in Genf und an einem einzigen Datum, sei eine grosse Chance, endlich einen wichtigen Sektor wiederzubeleben, so LVMH weiter.