"Wir erleben derzeit keine euphorische Zeit", sagte Sylvie Ritter, Direktorin der Baselworld am Mittwoch vor den Medien in Basel. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Krise in der Ukraine und die sinkenden Verkäufe in China wirkten sich negativ auf die Branche aus.

Nichtsdestotrotz löst die Uhrenmesse auch dieses Jahr ein grosses Echo aus. 150'000 Besucherinnen und Besucher aus über 40 Ländern werden erwartet.

Smarte Uhren als Hauptthema

Die diesjährige Baselworld stehe ganz im Zeichen der Smartwatches, sagte Ritter. Das Produkt gebe es zwar schon seit einiger Zeit. Aber die Lancierung der Apple-Watch mische die Branche, insbesondere die Traditionsbetriebe, auf.

Die Schweizer Delegation ist erneut am prominentesten vertreten: 288 Marken präsentieren sich, davon 219 aus der Uhren-, 39 aus der Schmuckbranche und 30 aus verwandten Branchen, sagte François Thiébaud, Präsident des Komitees der Schweizer Aussteller und Mitglied der Generaldirektion der Swatch Group.

Im vergangenen Jahr habe die Uhrenbranche ihre Stellung stärken können, hiess es von Seiten des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie. 2015 müsse hingegen das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld genau beobachtet werden.

Jacques Duchêne gestorben

Die Baselworld findet dieses Jahr ohne den Präsidenten des Ausstellerkomitees statt. Jacques Duchêne sei in der Nacht auf Mittwoch verstorben, sagte Messe-Schweiz-Chef René Kamm vor den Medien.

Duchêne habe in den letzten Jahren einen grossen Beitrag zur Entwicklung der Baselworld geleistet, würdigte Messe-Direktorin Ritter ihren ehemaligen Mitarbeiter, der auch lange für Rolex gearbeitet hatte.