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Basilea in gebannter Erwartung des weiteren Jahresverlaufs

Das Antipilzmittel Isavuconazol des Basler Pharma-Unternehmens Basilea würde ab dem Zeitpunkt der Marktzulassung eine siebenjährige Marktexklusivität geniessen.

Das Antipilzmittel Isavuconazol des Basler Pharma-Unternehmens Basilea würde ab dem Zeitpunkt der Marktzulassung eine siebenjährige Marktexklusivität geniessen.

Das Pharma- und Biotechunternehmen Basilea ist in gebannter Erwartung für die zweite Jahreshälfte. Dann werden für das Antipilzmittel Isavuconazol die Ergebnisse von zwei Phase-3-Studien erwartet. Eine Marktzulassung wäre frühestens 2015 möglich.

Am 28. Mai hat die US-Gesundheitsbehörde FDA dem Medikament den Orphan-Drug-Status verliehen. Dies bedeutet, dass Isavuconazol ab dem Zeitpunkt der Marktzulassung eine siebenjährige Marktexklusivität geniessen würde.

Auch für Ceftobiprol, das zweite wichtige Medikament in der Pipeline, erwartet Basilea im zweiten Halbjahr wegweisende Ereignisse.

So soll die europäische Gesundheitsbehörde innerhalb der nächsten sechs Monate über den entsprechenden Marktzulassungsantrag für Ceftobiprol entscheiden.

Fällt er positiv aus, könnte das Antibiotikum zur stationären Behandlung von Lungenentzündung noch in diesem Jahr erste Zulassungen in Europa erhalten, schreibt Basilea am Mittwoch in einer Mitteilung.

Wirkstoff gegen biologische Waffen in Entwicklung

Des weiteren arbeitet Basilea derzeit an einem Wirkstoff, der sich noch in der Phase 1 befindet und somit gerade klinischen Tests unterzogen wird. Dabei handelt es sich um ein Medikament, das gegen die Resistenzentwicklung von sogenannten gramnegativen Bakterien eingesetzt werden kann.

Diese Erreger können für Säuglinge auf Neugeborenenstationen gefährlich sein. Sie können zudem potenziell auch zur biologischen Kriegsführung eingesetzt werden. Deshalb interessiert sich eine Abteilung des US-Gesundheitsministeriums stark für die Entwicklung des Wirkstoffs.

Ein entsprechender Vertrag wurde abgeschlossen, der Basilea bis zu 89 Mio. Dollar einbringen könnte.

Verlust um die Hälfte verringert

Da sich alle diese Medikamente noch im Zulassungs- und Entwicklungsprozess befinden und keine grösseren Einnahmen davon generiert werden, weist Basilea auch für das erste Halbjahr 2013 rote Zahlen aus.

Allerdings konnte der Verlust von 34,6 Mio. Fr. in der Vorjahresperiode um genau die Hälfte auf 17,3 Mio. Fr. verringert werden.

Auch bei den liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen sieht die Lage besser aus als vor Jahresfrist. So konnten sie von 149 Mio. Fr. auf 262,8 Mio. Fr. gesteigert werden.

Der Umsatz aus Verträgen seinerseits kletterte von 13,4 Mio. Fr. auf 20,4 Mio. Fr. nach oben, der Produktumsatz lag aufgrund der noch nicht vermarktungsbereiten Medikamente bei Null.

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