Während sich die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen nur leicht erhöhten, stieg der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand um über 40 Prozent. Dies hauptsächlich wegen der Markteinführung von Ceftobiprol in Deutschland und weiteren grossen europäischen Ländern.

Dennoch schätzen Analysten die finanzielle Lage des Unternehmens weiterhin als komfortabel ein: Per Ende 2014 verfügte Basilea über liquide Mittel und kurzfristige Finanzanlagen von 226,1 Mio. Franken, 47,8 Mio. Fr. weniger als ein Jahr zuvor. Die Einnahmen legten derweil um 2,9 Prozent auf 42,6 Mio. Fr. zu, wobei 42,1 Mio. Fr. davon mit Meilenstein- und Vorauszahlungen von Vertragspartnern generiert wurde.

Verkaufsstart in Deutschland

Im Dezember 2014 brachte Basilea das Antibiotikum Ceftobiprol unter dem Handelsnahmen Zevtera in Deutschland in den Verkauf. Ceftobiprol ist aktuell in 13 europäischen Ländern zur Behandlung von ambulant erworbener Lungenentzündung (CAP) und im Spital erworbener Lungenentzündung (HAP) bei Erwachsenen zugelassen. Dieses Jahr soll es in weiteren europäischen Ländern eingeführt werden.

«Wir konzentrieren uns dieses Jahr auf die Markteinführung von Ceftobiprol in Europa», sagte Firmenchef Ronald Scott am Dienstag im Gespräch mit der Finanznachrichtenagentur AWP. Lanciert werden soll das Antibiotikum in Frankreich, Italien und Grossbritannien.

Auch mit dem zweiten weit fortgeschrittenen Produktkandidaten macht Basilea Fortschritte: Die Zulassungsanträge für das Antimykotikum Isavuconazol zur Behandlung einer schweren Schimmelpilzinfektion sind in den USA und in Europa in Prüfung. In den USA erwartet Basilea eine Entscheidung im ersten Quartal und in Europa im vierten Quartal.

Aktienwert gestiegen

Anleger zeigten sich über die vorgelegten Zahlen von Basilea und den Optimismus des Managements erfreut. Der Aktienkurs notierte den ganzen Tag über im Plus und legte zum Schluss noch einmal deutlich zu. Bei Handelsschluss betrug das Plus gegenüber dem Vortageskurs 2,4 Prozent.

Für 2015 rechnet die Firma mit einem durchschnittlichen monatlichen Betriebsverlust von rund 4 Mio. Franken. Dabei werde der Betriebsertrag zum überwiegenden Teil durch Umsatzerlöse aus Vorab- und Meilensteinzahlungen bestimmt.

Keinen grossen Einfluss habe der starke Schweizer Franken, sagte Finanzchef Donato Spota. Die Hälfte der Aufwendungen falle nicht in Franken an. Möglicherweise würden sich die Ausgaben 2015 sogar etwas verringern.