Pro Münsterplatz
Basler Advokat kämpft für mehr Musse auf dem Münsterplatz

Der neu gegründete «Verein Pro Münsterplatz» kämpft gegen den Lärm und die vielen Veranstaltungen auf Basels «städtebaulicher Visitenkarte». Vereinspräsident, Advokat und Münsterplatz-Anwohner Pascal Eisner möchte wieder mehr Musse und Beschaulichkeit auf den Platz bringen.

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Während der EM 2008 besetzten Fussball-Fans den Münsterplatz. Die Anwohner hatten wenig Freude.

Während der EM 2008 besetzten Fussball-Fans den Münsterplatz. Die Anwohner hatten wenig Freude.

Keystone

Herbstmesse, Orange Cinema, Weihnachtsmarkt - der Münsterplatz ist beliebte Allmend für Veranstalter aller Sparten. Gar nicht zur Freude der Anwohner des Platzes. Sie wehrten sich vehement gegen eine geplante Buvette - mit Erfolg.

Nun erhält die «städtebauliche Visitenkarte der Stadt» eine politische Lobby: Der neu gegründete «Verein Pro Münsterplatz» setzt sich für mehr Musse ein, schliesslich verdiene der in den letzten Jahren durch bauliche Massnahmen verschönerte Platz rund um das Basler Münster Wertschätzung. «Besucherscharen aus nah und fern bewundern ihn und das Münster täglich als kulturhistorischen Sehenswürdigkeit von europäischem Rang», heisst es in einer Mitteilung des Vereins.

Gesprächspartner für zukünftiges Nutzungskonzept

Vereinspräsident Pascal Eisner, Advokat mit Wohnsitz direkt am Münsterplatz, möchte sich für eine Entwicklung und Nutzung des Platzes einsetzen, welche der kulturellen und historischen Bedeutung des Ortes entspreche.

Auch ihm als Anwohner sind die diversen Veranstaltungen auf dem Platz ein Dorn im Auge. Gerade das Public Viewing zur Euro 2008 sei für die Anwohner eine riesige Belastung gewesen, sagt Eisner gegenüber der bz. Ziel sei es nicht, alle Veranstaltungen zu vertreiben, jedoch stehe der «Verein Pro Münsterplatz» den Behörden als Gesprächspartner für ein künftiges Nutzungskonzept zu Verfügung.

Der «Verein pro Münsterplatz» verfolge, laut Mitteilung, keinerlei wirtschaftliche oder politische Ziele; er sei ausschliesslich ideell und gemeinnützig tätig. Die Anliegen der Anwohner sollen Gehör erhalten. Wie das Nutzungskonzept für den Münsterplatz aussehen soll, kann der Basler Jurist aber noch nicht beantworten. (zam)