Medien
Basler Anwalt lanciert Plattform für Politiker

Der Basler Anwalt und SP-Politiker Daniel Ordas lanciert ein neues Politmagazin. «Statements» soll Anfang Februar zum ersten Mal erscheinen, hat eine Auflage von 20000 Exemplaren und enthält in erster Linie Meinungsartikel von Politikern.

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Ab Anfang Februar findet man die Zeitschrift «Statements» monatlich am Kiosk. (Symbolbild)

Ab Anfang Februar findet man die Zeitschrift «Statements» monatlich am Kiosk. (Symbolbild)

Keystone

«Statements» heisst die neue Zeitschrift, die schon bald monatlich erscheinen soll. Am 3. Februar komme das erste Heft, bestätigt Anwalt Daniel Ordas (SP), der Initiant und Herausgeber, gegenüber dem «Sonntag». Eine Internetadresse ist eingetragen, die Marke beim Amt für Geistiges Eigentum angemeldet. Die Trägerfirma Statements Media GmbH befinde sich jedoch noch in Gründung.

Wer das Medienprojekt finanziert, sagt Ordas nicht. Auch die Namen seiner Partner will er nicht bekannt geben. Man sei politisch ausgewogen, verspricht er nur.

Individuelle Texte, keine Parteifloskeln

FDP-Landrat Balz Stückelberger ist begeistert: «Wo Politiker für Journalisten schreiben und nicht umgekehrt», kommentierte er vor kurzem auf Twitter das neue Medium. «Mit 4000 Zeichen von mir in der Erstausgabe.»

In «Statements» sollen Politiker über aktuelle Themen schreiben. Ohne Honorar. So tritt in der ersten Nummer etwa SP-Nationalrat Beat Jans (BS) gegen SVP-Ständerat Hannes Germann (SH) an. Und Stückelberger streitet sich voraussichtlich mit Ex-Parteikollege Hans Furer (heute GLP) über die Mindestlohnthematik. «Man verlangte von mir einen individuellen Text, keine Parteifloskeln», sagt Stückelberger. «Das finde ich spannend. Ich hoffe, das machen alle so.»

Erste Ausgabe noch nordwestschweizlastig

Das Heft startet laut Ordas mit einer Auflage von «mehreren zehntausend Exemplaren» und werde zunächst gratis verteilt. 20000 Exemplare würden in der Nordwestschweiz gestreut. Zudem erhalte jeder Bundes- und Kantonsparlamentarier der Deutschschweiz ein Exemplar zugestellt, sagt Ordas. Ziel sei eine Ausrichtung auf die gesamte Deutschschweiz, auch wenn die ersten Ausgaben «noch etwas nordwestschweizlastig» seien.

Das Abonnement sei kostenpflichtig. Hauptsächlich solle die Zeitschrift jedoch über Werbung finanziert werden.

«Zeitschrift mit dem Layout einer Zeitung»

Optisch kommt das Heft offenbar eher konservativ und textbetont daher. Ordas beschreibt es als «Zeitschrift mit dem Layout einer Zeitung». Die Titelseite ziert ein Logo in Jugendstil-Aufmachung mit einem reitenden Ritter. Stückelberger, der die Nullnummer gesehen hat, beschreibt sie als «eher NZZig».