Die Gartenbäder erfreuen sich dank der Hitze auffallend hoher Besucherzahlen. Bereits 110'000 Badegäste haben dieses Jahr die Gartenbäder St. Jakob, Bachgraben und das Frauenbad Eglisee besucht. «Diese Anzahl wurde zuletzt 2014 übertroffen. Aber mit den Temperaturen der kommenden Tage werden wir dieses Jahr vermutlich trotzdem das beste Ergebnis seit fünf Jahren erzielen», erklärt Rolf Moser, Leiter Bäder und Kunsteisbahnen des Sportamts Basel-Stadt.

Der Ansturm verteile sich gut auf die verschiedenen Gartenbäder, obwohl das Familienbad Eglisee zurzeit wegen Bauarbeiten geschlossen sei. «Bisher sieht es nicht so aus, als ob dadurch Besuchereinbussen entstehen. Vermutlich weichen die meisten Eglisee-Besucher jetzt ins Bachgraben aus», sagt Moser.

«Eine grosse Konkurrenz ist natürlich der Rhein.» Beim Sportamt sei die steigende Tendenz des Rheinschwimmens deutlich spürbar. Im Hitzesommer 2003 habe man 850'000 Badibesucher gezählt. 2015 waren es noch 450'000, obwohl auch dieser Sommer rekordmässig heiss war. Moser weiss: «Die Differenz sitzt am Rhein.»

Die Besuchergruppen seien wie üblich stark durchmischt. Es gebe sowohl viele Familien als auch Jugendliche in den Badis. «Nur Schulklassen haben wir jetzt auffällig viele.»

Man sei auf den Ansturm gut vorbereitet mit geschultem Personal, das zum Teil bei grossem Besucheraufkommen abrufbereit sei. Bei den aktuellen Temperaturen könne es leicht zu Hitzeschlägen und Ähnlichem kommen. In den Gartenbädern gebe es deswegen Sanitäter für solche Fälle. Laut Moser hat es in dieser Saison aber noch keine Zwischen- oder Unfälle gegeben. «Wir sind froh, dass bisher alles problemlos läuft.» (yme)