Eine Statistik der Basler Regierung zeigt, dass von der Verwaltung insbesondere die Mitarbeiter des Gesundheitsdepartements (GD) künftig ihr Reiseverhalten hinterfragen müssen. Gemäss dieser Statistik buchten Basler Verwaltungsangestellte im vergangenen Jahr insgesamt 53 Kurzstreckenflüge; 15 davon entfielen auf das GD.

Sprecherin Anne Tschudin sagt, es sei zwischen Behördennetzwerkanlässen und wissenschaftlichen Kongressen zu unterscheiden. «Bei den Netzwerkanlässen geht es um einen Austausch oder rechtzeitige Vorbereitungen zu Themen, die nicht an Landesgrenzen Halt machen», sagt sie. Es handle sich um Themen wie die Produktesicherheit von Kosmetika, Lebensmitteln und Chemikalien.

Bei den Kongressen stehe der aktuelle Stand der Forschung im Vordergrund. «Der Besuch ist beispielsweise für das Institut für Rechtsmedizin als universitär assoziiertes Institut unerlässlich, um seine Forschung in Fachkreisen zu präsentieren», sagt Tschudin.

Das vom Grossen Rat oktroyierte Verbot von Kurzstreckenflügen erachtet Tschudin als «grosse Herausforderung». Zugverbindungen führten häufig nicht zum Zielort, die Distanz entspreche oft nicht der Luftlinie. Je nachdem seien An- oder Abreisen am Vor- oder Folgetag notwendig – was auch Kosten zur Folge habe.

Vorbildhaftes WSU

Weniger Einschränkungen wird es in den anderen Departementen geben. Je neun Kurzstreckenflüge wurden im Präsidial- und im Justizdepartement verzeichnet – in letzterem unter anderem «Fahndungseinsätze» der Polizei, wie Regierungssprecher Marco Greiner sagt.

Noch vorbildlicher, wenn man so will, waren das Finanzdepartement (sieben Kurzstreckenflüge) sowie das Erziehungsdepartement und das Baudepartement (je fünf). Am wenigsten Kurzstreckenflüge gabs im Wirtschafts- und Sozialdepartement (WSU).